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Förderung Digitalisierung

 

Die Förderung der Digitalisierung in Deutschland beruht darauf, dass die Bundesregierung und Bundesländer erkannt haben, dass Deutschland Nachholbedarf in der Digitalisierung hat. Daher gibt es verschiedene Förderungen zu unterschiedlichen Aspekten der Digitalisierung, wie z.B. Prozessdigitalisierung, IT-Sicherheit, Online-Marketing oder Software- und Appentwicklung für Unternehmen bis 250 Mitarbeiter in ganz Deutschland.

In der Regel gibt es daher ca. 15-20 Zuschussprogramme insgesamt auf Bundes- und Landesebene zur Förderung der Digitalisierung. Diese Zahl kann schwanken, da Förderprogramme teils verändert, neu aufgelegt oder kurzzeitig gestoppt werden. Dieser Blogbeitrag gibt Ihnen einen holistischen Überblick über diese 15-20 Zuschussprogramme zur Förderung der Digitalisierung. Auch Kreditprogramme werden angeschnitten.

Thematisch gefördert werden dabei meist die Verbesserungen von IT-Sicherheit und Prozessdigitalisierung (beispielsweise durch Einführung eines CRM oder ERP, sowie teilweise Online-Marketing und die Entwicklung von Digitalprodukten bzw. Software. In fast allen Programmen werden dabei Beratungs- sowie Umsetzungsleistungen bezuschusst.

Grundsätzlich sollte für ein Unternehmen mit einer Betriebsstätte bzw. Niederlassung in dem jeweiligen Bundesland immer die Bundes- und Landesebene zur Förderung von Digitalisierungsprojekten herangezogen werden. 

Die Förderprogramme werden nicht zentral verwaltet, sondern von verschiedenen Förderbanken und Förderstellen aufgelegt und koordiniert.

foerderquelle hat die Förderung zur Digitalisierung in Deutschland für Sie in Zuschuss- und Kreditprogramme nach Bundesland geordnet recherchiert und alphabetisch aufbereitet.

Allein die nicht rückzahlbaren Zuschüsse zur Digitalisierung machen in Deutschland hunderte Millionen, wenn nicht sogar mehrere Milliarden Euro, aus.

Damit auch Sie leichter an diese wertvolle staatlichen Förderung kommen, wurden stellenweise weitere Erfahrungswerte aus der täglichen Fördermittelabwicklung durch foerderquelle in diese Übersicht integriert.

 

Inhaltsverzeichnis:

  1. Bundesebene: go-digital
  2. Baden-Württemberg
  3. Bayern
  4. Berlin
  5. Brandenburg
  6. Bremen
  7. Hamburg
  8. Hessen
  9. Mecklenburg-Vorpommern
  10. Niedersachsen
  11. Nordrhein-Westfalen
  12. Rheinland-Pfalz
  13. Saarland
  14. Sachsen
  15. Sachsen-Anhalt
  16. Schleswig-Holstein
  17. Thüringen

 

go-digital als Bundes-Förderung zur Digitalisierung

Die Bundesebene zur Förderung der Digitalisierung wird maßgeblich durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) koordiniert.

Das BMWi hat 2017 das Förderprogramm go-digital bundesweit veröffentlicht.

In diesem Förderprogramm müssen Beratungsunternehmen, sprich IT-Dienstleister, sich zunächst autorisieren lassen, bevor eine Förderung für Unternehmen bis 250 Mitarbeiter angeboten werden kann.

 

go-digital Berater werden:

Für die go-digital Autorisierung als IT-Dienstleister gibt es folgende Mindestkriterien: 

 

  • Mindestumsatz sowie Marktetablierung

Beratungsunternehmen müssten mindestens einen Umsatz im vergangenen oder aktuellen Jahr von 55.000 EUR netto erwirtschaftet haben, um als go-digital Beratungsunternehmen berücksichtigt zu werden. Insofern noch kein Umsatz von 55.000 EUR netto, sprich 65.450 inkl. USt, nachweisbar ist, kann keine Autorisierung erfolgen. In der Richtlinie steht, dass das Beratungsunternehmen mindestens 3 Jahre bestehen muss. Die 3-Jahres-Grenze ist in der Praxis jedoch nicht bindend. In den Erfahrungen von foerderquelle zur Autorisierung von Beratern wurden auch Unternehmen zugelassen, die weniger als 3 Jahre am Markt waren und den Mindestumsatz nachweisen konnten.

 

  • go-digital Zertifizierung erfordert fachliche Expertise und Bezug zur Zielgruppe der Förderung

Die go-digital Akkreditierung für Berater verlangt, dass mindestens 3 Referenzen mit der Zielgruppe der Förderung nachgewiesen werden. Da sich ein Berater für ein bis drei Fördermodule listen lassen kann, müssen entsprechend für jeden Berater und jedes Modul 3 Referenzen nachgewiesen werden. Sollte ein Berater also die go-digital Autorisierung in den allen Modulen der Förderung anstreben, so müsste er zwischen 3 und 9 Referenzen vorweisen. Ein Unternehmen kann dabei als Referenz für mehrere Module fungieren, insofern das Projekt ausreichend umfangreich war. Die Referenzen müssen unbedingt innerhalb der letzten 3 Jahre durchgeführt worden sein.

 

  • Zusammenarbeit mit (Fach-) Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie Einhaltung der Qualitätsstandards

Für die go-digital Autorisierung ist es notwendig eine bestimmte Hochschule bzw. Fachhochschule anzugeben sowie die Einhaltung der Qualitätsstandards zu bestätigen. In der Praxis ist an diesem Kriterium noch kein Unternehmen gescheitert.

 

  • Zusätzliche Unterlagen zur go-digital Autorisierung

Neben den o.g. Kriterien müssen folgende Unternehmen eingereicht werden, um go-digital Berater zu werden: Handelsregisterauszug oder Kopie der Gewerbeanmeldung oder Steuernummer beim Finanzamt, die letzten 2 Jahresabschlüsse, sowie der ausgefüllte Autorisierungsantrag, die formlose Absichtserklärung und das Beraterprofil.

Zusätzlich sollten Sie auch berücksichtigen, dass Sie 12 Monate nach der Autorisierung wieder aus dem Beraterpool fliegen, insofern Sie keinen einzigen Antrag innerhalb dieser 12 Monate gestellt haben.

 

Sie benötigen Hilfe bei der go-digital Autorisierung als Beratungsunternehmen?

foerderquelle unterstützt Sie umfassend bei der Autorisierung im Förderprogramm als go-digital Berater und begleitet Sie bis zur erfolgreichen Autorisierung. Zusätzlich kann foerderquelle Sie in der Implementierung der Förderung (z.B. förderkonforme go-digital Rechnung stellen als Beratungsunternehmen, Fristen zur Förderung einhalten, richtige Formulierungen im Beratervertrag verwenden ..) unterstützen oder die Antrags- und Dokumentationsarbeit auf erfolgsabhängiger Basis für Sie übernehmen.

Sie finden die Informationen hier auf der Leistungsseite von foerderquelle zu go-digital.

 

 

Antragsberechtigt für die go-digital Förderung sind:

Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft bis 100 Mitarbeiter können diese Förderung beantragen. Maximal 20 Mio. EUR Jahresumsatz oder 20 Millionen EUR Jahresbilanzsumme darf das Unternehmen vorweisen. Sollte entweder der Umsatz oder die Jahresbilanzsumme überschritten werden, so ist eine Förderung nicht mehr möglich.

Start-Ups mit wenig bis keinen Umsätzen fallen zwar unter diese Definition, haben es aber im Vergleich zu etablierten Unternehmen schwer, die go-digital Förderung zu beantragen.

Als Daumenregel: Nur ca. 15 % des Vorjahresumsatzes können für ein Projekt als Zuschuss für ein Unternehmen fließen.

Die Begrenzung auf gewerbliche Wirtschaft bedeutet zudem, dass Freiberufler wie Ärzte, Zahnärzte, Steuerberater, Rechtsanwälte von der Förderung ausgeschlossen sind!

 

go-digital maximale Förderung:

Die Förderquote beträgt pauschal 50 % der förderfähigen Kosten. Bis zu 16.500 EUR Zuschuss können somit beantragt werden.

Die maximal förderfähigen Kosten liegen demnach netto bei 33.000 EUR.

Die maximale Laufzeit für ein Projekt bei go-digital beträgt 6 Monate.

 

go-digital Module:

Die Förderung umfasst hauptsächlich die Themen bzw. Module:

  • IT-Sicherheit (z.B. Aufbau eines ISMS, Verbesserung des IT-Sicherheitsniveaus im Unternehmen)
  • Online-Marketing (z.B. SEO / SEA / Aufbau und Relaunch Webshop oder Internetseite / Social Media Marketing u.v.m.
  • Digitalisierung von Geschäftsprozessen (z.B. durch ERP / DMS / allgemein Digitalisierung von Prozessen im Unternehmen)

Zu beachten ist, dass bei Projekten mit Fokus auf Online-Marketing oder Digitalisierung von Prozessen immer zwei Tage zur Pflichtberatung IT-Sicherheit mit enthalten sein müssen im Projekt.

Diese zwei Tage können z.B. eine Beratung zur Passwortstärke, Einrichtung VPN-Zugriff, Einrichtung SSL-Zertifikat oder eine IT-Sicherheitsschulung sein. 

Ohne die beiden Pflichttage zur IT-Sicherheit kann ein Projekt leider nicht gefördert werden.

Der Hintergrund dieser Beschränkung ist, dass die Lösungen den sicherheitstechnologischen Anforderungen gerecht werden sollen, um gegen Cyberkriminalität gewappnet zu sein.

 

go-digital Potentialanalyse

Die Potentialanalyse von go-digital erfolgt über maximal 4 Tage und darf mit maximal 1.100 EUR Tageshonorar berücksichtigt werden. Die Potentialanalyse ist dabei Bestandteil des Hauptmoduls der go-digital Förderung. Das Hauptmodul darf sich über maximal 20 Tage erstrecken. Abzüglich der 4 Tage Potentialanalyse bleiben demnach im Hauptmodul noch 16 Tage für weitere Beratungs- und Umsetzungsleistungen im Hauptmodul. Zusätzlich können Sie noch 10 Tage für mindestens eines der beiden Nebenmodule durchführen, sodass in Summe maximal 30 Beratertage für ein Projekt zur Verfügung stehen.

Der Charakter der Potentialanalyse ist eine Analyse des Status-Quo, die Erstellung eines groben Realisierungskonzepts für das Projekt unter Berücksichtigung betriebswirtschaftlicher Aspekte und die Erarbeitung eines Stärken-Schwächen-Profils.

 

Verfügbarkeit

Die Förderung ist aktuell bis zum 31.12.2020 verfügbar. Bis dahin ist nicht mit einem Antragsstopp zu rechnen. Seit Beginn der Förderung wurden laufende Anträge entgegen genommen.

Aktuell liegen die Antragszeiten aufgrund vermehrter Antragszahlen bei ca. 8 – 9 Wochen bis zur Bewilligung. Vor einigen Monaten betrug die Bewilligungszeit noch 4 – 6 Wochen.

Vor der Bewilligung darf nicht mit dem Projekt begonnen werden. Ein vorzeitiger Maßnahmebeginn ist förderschädlich.

Hier gilt: Wenn Sie die Zeit bis zur Bewilligung nicht “absitzen” möchten, sollten Sie ggf. die Konzeption und die Beratung zu Digitalisierungsmaßnahmen über das BAFA-Programm Förderung Unternehmerischen Know-Hows abdecken. Einige Agenturen von foerderquelle führen dies bereits erfolgreich in der Praxis durch.

Hierüber können die ersten 3.000 EUR – 4.000 EUR Kosten zur Beratung gefördert werden. Meinen Blog-Beitrag zu dem Thema, wie Sie go-digital mit der BAFA-Beratungsförderung förderkonform verbinden, finden Sie in diesem weiterführenden Blogbeitrag.

Dies bedeutet im Gegenzug, dass die Beratung und Potentialanalyse dann nicht mehr über go-digital gefördert werden kann, um einer Doppelförderung zu entgehen.

Insofern Sie das berücksichtigen, ist für die Förderung alles in Ordnung.

 

Das sollten Sie zusätzlich berücksichtigen:

Go-digital sich leicht irreführend als Beratungsförderungsprogramm, aber für ein förderfähiges Vorhaben müssen immer Beratungs- und Umsetzungsleistungen enthalten sein. Der Umsetzungsteil überwiegt in der Regel bei den Projekten.

Aus Sicht des Autors ist daher die Bezeichnung Beratungsförderung missverständlich gewählt.

Erfahrungsgemäß sind die administrativen Hürden zur Beantragung und Dokumentation relativ hoch, jedoch sind die Bewilligungsquoten bei guter Antragsqualität auch sehr gut.

Eine weitere Eigenheit von go-digital ist, dass die IT-Dienstleister verpflichtet sind, die Förderung zu beantragen für das Unternehmen. Die Förderstelle ist auch nur gegenüber dem IT-Dienstleister auskunftsberechtigt.

Der IT-Dienstleister darf jedoch einen administrativen Abwickler, z.B. foerderquelle, mit der Abwicklung der Antrags- und Dokumentationsarbeiten vollständig betrauen. Die Zusammenarbeit mit foerderquelle zur Abwicklung der Förderung go-digital weist eine durchschnittliche Bewilligungsquote von ca. 96 % auf. Bei Interesse finden Sie auf der Leistungsseite von foerderquelle zu go-digital weitere Informationen zur Zusammenarbeit.

Um die Förderung Unternehmen anzubieten, müssen die IT-Dienstleister offiziell bei go-digital gelistet sein.

Die Autorisierung ist mit verschiedenen Hürden verbunden und dauert aktuell ca. 1 – 3 Monate nach Einreichung der vollständigen Unterlagen. Auch bei der Autorisierung kann foerderquelle Sie umfassend betreuen.

Weitergehende Informationen zum Förderprogramme go-digital als Instrument der Bundesregierung zur Förderung der Digitalisierung finden Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zu go-digital.

 

 

ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit

Diese Zielgruppen werden von der Förderung begünstigt:

Gefördert werden Unternehmen Unternehmer und Freiberufler in Deutschland.

Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft müssen sich mehrheitlich in Privatbesitz befinden, den Sitz in Deutschland vorweisen und dürfen maximal 500 Mio. EUR Jahresumsatz in der Gruppe machen.

 

Höhe der Förderung:

Die maximale Finanzierung beträgt bis zu 100 % der förderfähigen Kosten. 

Bis zu 25 Mio. EUR werden als Förderdarlehen für Innovations- und Digitalisierungsvorhaben gewährt.

 

Typische Förderprojekte:

Die förderfähigen Themen umfassen z.B.

  • Integration von Customer Relationship Management-Systemen an das MES (Manufacturing Execution System; Digitale Kundenschnittstelle)
  • Vollumfängliche Vernetzung der Enterprise Resource Planning (ERP)- und Produktionssysteme (Machine-to-machine-communication) – „Industrie 4.0”
  • Einführung medienbruchfreier (Produktions-)Systeme
  • Implementierung additiver Fertigungsverfahren (z.B. 3D-Druck)
  • Aufbau der Infrastruktur für die Erhebung und Analyse großer Datenmengen (Big Data-Anwendungen)
  • Aufbau von digitalen Plattformen
  • Entwicklung von predictive-maintenance Anwendungen (z.B. Fernwartung)
  • Entwicklung produktbegleitender und/oder Anwendersteuerungssoftware (Apps, etc.)
  • Initialisierungsaufwand für die Nutzung von Cloudtechnologie
  • Entwicklung und/oder Anwendung von (digitalen) Standards und Normen
  • Aufwendungen für die Digitalisierung der Wertschöpfungskette; Integration digitaler Workflows mit Lieferanten und Kunden
  • Investitionen in die Nutzung und den Ausbau innerbetrieblicher Breitbandnetze mit mehr als 50 Megabit pro Sekunde
  • u.v.m.

 

Können aktuell Anträge gestellt werden?

Ja, die Förderung ist aktuell verfügbar. 

 

Weitere Hinweise

Es müssen für eine Beantragung mindestens 2 vollständige Jahresabschlüsse vorliegen. Somit kann diese Förderung nicht von Start-Ups beantragt werden.

Der Förderkredit muss über eine Hausbank als Partner begleitet werden. Sie finden weitere Informationen zu diesem Förderprogramm zur Digitalisierung auf der Seite der KfW zum ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit.

 

 


 

 

2. Digitalisierungsprämie: Förderung Digitalisierung Baden-Württemberg

Die Förderung zur Digitalisierung in Baden-Württemberg erfolgt über die Digitalisierungsprämie.

Diese wird von der L-Bank verwaltet und ist ein Hybrid-Programm aus Tilgungszuschuss und Kredit. Das bedeutet, dass Sie einen Kredit bei Ihrer Hausbank beantragen und die Hausbank sich durch die Mittel der L-Bank refinanziert. Sie erhalten auf den beantragten Kredit zum Digitalisierungsvorhaben dann einen Tilgungszuschuss von bis zu 10 % der Kreditsumme.

 

Digitalisierungsprämie

Folgende Unternehmen profitieren von der Digitalisierungs-Förderung in Baden-Württemberg:

Unternehmen bis 100 Mitarbeiter, welche in Digitalisierungsvorhaben in Baden-Württemberg investieren, können die Förderung beantragen. Dabei können sowohl Freiberufler als auch gewerbliche Unternehmen die Förderung erhalten.

 

Wie hoch ist die maximale Förderung und Förderquote bei der Digitalisierungsprämie?

Die Höhe der Förderkredits beträgt maximal 100.000 EUR. Dabei wird abhängig vom beantragten Kreditvolumen ein Tilgungszuschuss gewährt. Die Staffelung der Förderung beträgt:

  • 5.000 € Zuschuss pauschal für Kreditbeträge bis 50.000 €
  • 10 % des Kreditbetrags als Zuschuss für Kreditbeträge über 50.000 €

 

Digitialisierungsprämie: geförderte Themen

Die Förderung muss in der Regel mit den betrieblichen Prozessen verbunden sein. Eine Förderung folgender Themen ist dabei möglich:

  • Digitalisierung von Produktion, Prozessen, Produkten und Dienstleistungen
  • Erhöhung der IT-Sicherheit
  • Kosten für Hard- und Software und damit verbundene Dienstleistungen und Schulungen

 

Verfügbarkeit

Die Digitalisierungsprämie ist aktuell verfügbar und kann beantragt werden. Die Beantragung läuft dabei im Hausbankverfahren. Sie müssen demnach mit den Antrag auf Digitalisierungsprämie zu Ihrer Hausbank, die dann den Antrag im nächsten Schritt an die L-Bank weiterleitet.

 

Zusatzinformationen

Insofern Sie hauptsächlich an dem Zuschuss zur Digitalisierung interessiert sind, empfiehlt es sich auf das Bundesförderprogramm go-digital zu schauen. Gewerbliche Unternehmen können von go-digital in der Regel mehr profiteren als von der Digitalisierungsprämie. Ein Hauptnachteil dieses Förderprogramms aus der Sicht von foerderquelle ist insbesondere, dass nur 10 % des eingereichten Projektvolumens als Zuschuss verwendet werden können und die Mischung aus Kredit und Tilgungszuschuss dazu führt, dass Banken auch nicht profitabel mit diesem Programm arbeiten können.

In der Vergangenheit wurde von einer bekannten Bank eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 1.500 EUR für die Beantragung eines Zuschusses von 5.000 EUR verlangt. Sie können sich ausrechnen, was nach Abzug Ihres Zeitaufwands am Ende von der eigentlichen Förderung übrig bleibt.

Freiberufler in Baden-Württemberg können als Förderung zur Digitalisierung nur die Digitalisierungsprämie in Anspruch nehmen.

Weitergehende Informationen zur Digitalisierungsprämie als Instrument zur Förderung der Digitalisierung in Baden-Württemberg finden Sie auf der entsprechenden Internetseite der L-Bank zur Digitalisierungsprämie.

Anderweitige Förderprogramme für Unternehmen finden Sie auch auf der Informationsseite von foerderquelle zu Fördermittel in Baden-Württemberg.

 

 


 

 

3. Digitalbonus Bayern: Förderung der Digitalisierung in Bayern

Die Förderung zur Digitalisierung in Bayern erfolgt über den Digitalbonus Bayern. Dieser ist in mehreren Varianten verfügbar. Dabei kann vom Antragsteller ausgesucht werden, ob die Förderung als Zuschuss oder Kredit vergeben werden soll.

 

Digitalbonus Bayern Standard & Digitalbonus Bayern Plus

Digitalbonus Bayern Voraussetzungen:

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) der gewerblichen Wirtschaft bis 250 Mitarbeiter mit Betriebsstätte in Bayern.

Im Digitalbonus Standard beträgt die Förderung der Digitalisierung bis zu 10.000 EUR als Zuschuss.

In der Variante Digitalbonus Plus liegt die Förderung bei bis zu 50.000 EUR Zuschuss.

In der Regel liegt beim Digitalbonus Plus der Anspruch an die Innovativität des Vorhabens höher. Die Innovativität muss dann im Rahmen Antrag herausgestellt werden. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass das Vorhaben bezogen auf die Branche innovativ ist. Für die Beantragung des Digitalbonus Bayern Plus mit bis zu 50.000 EUR Zuschuss muss dann in jedem Fall mit einem der Ansprechpartner aus dem jeweiligen Regierungsbezirk besprochen werden. Die Liste aller Ansprechpartner für den Digitalbonus Bayern Plus finden Sie unter Beratung und Kontakt des Digitalbonus Bayern.

Bei kleinen Unternehmen beträgt die Förderquote 50 % und bei mittleren Unternehmen 30 %. Zusätzlich müssen die förderfähigen Ausgaben mindestens 4.000 EUR betragen, damit Ihr Antrag berücksichtigt werden kann.

 

Digitalbonus Bayern: Was wird gefördert?

Die Förderthemen des Digitalbonus Bayern gliedern sich in die folgenden zwei Bereiche:

  • die Entwicklung, Einführung oder Verbesserung von Produkten, Dienstleistungen und Prozessen durch IKT-Hardware, IKT-Software sowie Migration und Portierung von IT-Systemen und IT-Anwendungen
  • die Einführung oder Verbesserung der IT-Sicherheit.

 

Verfügbarkeit des Digitalbonus Bayern:

Der Digitalbonus als Zuschuss zur Digitalisierung in Bayern ist aktuell verfügbar. Es werden monatlich Antragskontingente zur Verfügung gestellt. Am Anfang des Monats wird dann das Antragsportal geöffnet und es können Anträge gestellt werden. Circa eine halbe Stunde nach Öffnung des Portals wird es wieder geschlossen, da landesweit das Antragskontingent wieder erschöpft ist. 

Insofern Sie nicht rechtzeitig den Antrag stellen, müssen Sie bis zum Folgemonat warten, bis eine erneute Antragstellung vorgenommen werden kann.

Die Website zum Förderprogramm Digitalbonus Bayern kann Ihnen zudem weitere hilfreiche Informationen liefern, beispielsweise ist dort die Richtlinie verfügbar.

Wenn Sie ein größeres Gesamtbild von der Förderlandschaft in Bayern erhalten wollen, können Sie auch gern die foerderquelle Informationsseite zu Fördermittel in Bayern besuchen.

 

Keine eigenen Personalkosten beim Digitalbonus Bayern förderfähig:

Bei der Inanspruchnahme des Digitalbonus ist zu beachten, dass nur externe Entwicklungskosten für die Entwicklung eines Produktes gefördert werden. Interne Personalkosten sind nicht zu berücksichtigen.

 

Digitalbonus Bayern Erfahrungen:

Die Erfahrungen von foerderquelle in der Abwicklung des Digitalbonus als Instrument zur Förderung der Digitalisierung in Bayern waren durchaus gemischt. Grundsätzlich ist es sehr empfehlenswert bereits vollständig vorbereitet auf den Antrag zu sein, bevor das Antragsportal wieder im jeweiligen Monat eröffnet wird. In einigen Monaten war das Antragsportal bereits 15-20 Minuten nach der Öffnung wieder geschlossen, da das Antragskontingent für den Monat aufgebraucht war. In anderen Monaten hingegen konnte man auch noch in der 2. Woche des jeweiligen Monats Anträge beim Digitalbonus Bayern einreichen, da scheinbar deutlich weniger Nachfrage herrschte.

Auf die schwankende Nachfrage sollte daher immer mit guter Vorbereitung reagiert werden. Idealerweise setzen Sie sich daher bitte direkt in der ersten Minute nach Öffnung des Antragsportal an die Einreichung und Bearbeitung des Antrags und haben zusätzlich das notwendige Angebot parat.

Wenn Sie den Antrag elektronisch damit innerhalb der ersten Minuten nach Antragsöffnung verschicken können, sind Sie auf einer nahezu sicheren Seite, im jeweiligen Monat berücksichtigt zu werden bei der Vergabe der Förderungen zur Digitalisierung in Bayern. 

 

Digitalbonus Bayern Beispiele:

In der Vergangenheit konnte foerderquelle erfolgreich Kunden bei unterschiedlichen Vorhaben in der Beantragung des Digitalbonus Bayern begleiten.

Beispielsweise musste ein Altsystem eines Kunden von einer on-premise Lösung in die Cloud migriert werden, sodass die Infrastruktur dem wachsenden Kundenstamm standhalten kann. Die Migration der IT-Infrastruktur auf eine Cloudlösung wurde dabei vom Digitalbonus Bayern gefördert.

Ein weiteres Erfolgsbeispiel betrifft die Implementierung eines Konfigurators auf der Website eines Kunden zur Vereinfachung der betrieblichen Prozesse. Der Kunde wollte durch diese Lösung einen Teil des Kundenberatungsprozesses auf die Website auslagern und konnte mit der Hilfe von foerderquelle erfolgreich den Zuschuss zur Digitalisierung in Bayern beantragen.

Ähnlich zum vorherigen Beispiel wurde auch die Auslagerung eines Teilprozesses auf die Website im Rahmen der Rekrutierung von neuem Personal für einen Kunden bezuschusst.

Dieser entschied sich dazu notwendige Daten und Formulare von Bewerbern direkt auf der Website abzufragen und einen separaten Video- und online-Trainingsbereich für neues Personal umsetzen zu lassen.

 

Digitalbonus Bayern Kredit

Weitere Hinweise

Die Förderung zur Digitalisierung als Kredit erfolgt über den Digitalbonus Bayern Kredit.

Die Voraussetzungen und Förderthemen sind analog wie bei den Varianten Standard und Plus.

Die maximalen Finanzierungskosten liegen bei 2 Mio. EUR.

Bei zuwendungsfähigen Ausgaben von mehr als 200.000 Euro beim Digitalbonus Standard bzw. bei zuwendungsfähigen Ausgaben von mehr als 1 Mio. Euro beim Digitalbonus Plus nur der Digitalbonus Kredit gewährt werden.

 

Wann lohnt sich der Digitalbonus Bayern im Vergleich zum Bundes-Förderprogramm zu Digitalisierung?

Insofern Sie den Digitalbonus Bayern Standard beantragen möchten und vrs. maximal 10.000 EUR Zuschuss in Anspruch nehmen, ist es sinnvoller zunächst den Digitalbonus Standard auszuschöpfen. Sollte Ihr Vorhaben auf die Entwicklung von Digitalprodukten oder Software abzielen mit der Intention diese später auf den Markt zu bringen, würde nur der Digitalbonus Bayern in Frage kommen, da go-digital keine Produktentwicklungen fördert. 

Da das Bundesförderprogramm zur Digitalisierung neben Prozessdigitalisierung und IT-Sicherheit auch Online-Marketing fördert, ist dieses etwas breiter thematisch aufgestellt als der Digitalbonus Bayern Standard oder Plus. Bei der Förderung zur Digitalisierung aus Bayern werden keine Standard-Online-Marketing-Maßnahmen (z.B. Websiteerstellung, SEO, SEA) gefördert, insofern die Maßnahmen jedoch über den Standard hinausgehen, z.B. ein 3D Konfigurator auf der Website zum Erstellen eines individuellen Produktes, kann diese Maßnahme auch mit bis zu 50.000 EUR über den Digitalbonus Plus gefördert.

Die Beantwortung dieser Frage erfordert im Einzelfall immer etwas Feingefühl und in jedem Fall sehr gute Kenntnisse der beiden Richtlinien sowie idealerweise auch Erfahrung der Abwicklung beider Förderungen, um die Erfolgswahrscheinlichkeit Ihres Antrags zu bewerten und darauf aufbauend das passende Förderprogramm zur Digitalisierung zu verwenden.

 

 


 

 

4. Gründungsbonus: Förderung der Digitalisierung in Berlin

Die Förderung der Digitalisierung in Berlin erfolgt hauptsächlich als Zuschuss über den Gründungsbonus. Der Gründungsbonus ist speziell für Start-Ups interessant. Zudem gibt es den Mittelstand einen Digitalisierungskredit. Der Gründungsbonus Berlin wird von der IBB (Investitionsbank Berlin-Brandenburg) bzw. deren Tochtergesellschaft, dem IBB Business Team, verwaltet.

 

Gründungsbonus 

Wer kann eine Förderung beim Gründungsbonus Berlin beantragen?

Die Förderung zur Digitalisierung in Berlin wird mittels des Gründungsbonus umgesetzt. Rechtlich selbstständige, auf Gewinnerzielung ausgerichtete Gründungen, Start-ups bzw. Kleinstunternehmen mit Sitz in Berlin können diese Förderung erhalten.

Als Kleinstunternehmen für den Gründungsbonus sind Unternehmen und Start-Ups antragsberechtigt, die maximal 10 Mitarbeiter zur Antragstellung beschäftigen und weniger als 2 Mio. EUR Umsatz oder Jahresbilanzsumme aufweisen.

 

Die maximale Förderung beim Gründungsbonus der IBB:

Initialer Kostenzuschuss von 50 % zu den förderfähigen Ausgaben, jedoch bis maximal. 50.000 EUR. Das bedeutet, dass Sie zunächst 100.000 EUR Kosten einreichen und anschließend mit 50 % bezuschussen lassen können.

Förderfähige Ausgaben müssen innerhalb von zwei Jahren ab Antragseingang anfallen.

 

Förderfähige Themen und Ausgaben für den Gründungsbonus der IBB:

Es muss sich um ein technologisches, digitales, kreatives oder nachhaltiges Geschäftsmodell handeln. Bei der Entwicklung von Digitalprodukten ist der digitale und neuartige Aspekt in der Regel gegeben. Die Betonung liegt dabei in der Tat auf der neuartigen bzw. innovativen Komponente.

Wenn Sie eine Software oder ein Produkt entwickeln, dass es so noch nicht auf dem Markt gibt, ist das Kriterium der innovativen Komponente für den Gründungsbonus in der Regel erfüllt.

 

Zu den förderfähigen Ausgaben gehören:

Material- und Investitionskosten u. a. für

  • Maschinen
  • Werkstoffe oder
  • Büroeinrichtung

 

laufende Betriebsausgaben, z. B.

  • Raumkosten
  • Werbekosten,
  • Kommunikationskosten
    Personalkosten (Arbeitnehmerbrutto) bis max. 50% des Gesamtzuschusses bei Gründer/innen und
    Geschäftsführer/innen max. 2.000 EUR/Monat pro Person,

 

Fremdleistungen, z. B.

  • Beratungskosten,
  • Kosten für IT-Entwicklung
  • die Sicherung von Rechten, Patentanmeldungen und anderen damit verbundenen Kosten

 

Können in 2020 Anträge gestellt werden beim Gründungsbonus?

Ja, die Antragstellung ist aktuell möglich.

Die Unterlagen zur Antragstellung umfassen dabei:

  • den Personalausweis und ggf. Aufenthaltstitel
  • Handelsregisterauszug / Gewerbeanmeldung / Bestätigung des Finanzamtes über die Ausübung der freiberuflichen Tätigkeit
  • ggf. Gesellschaftervertrag
  • den ausführlichen Businessplan inklusive Finanzteil
  • Lebensläufe des Gründerteams
  • Kontodaten (IBAN)
  • Kapitalgesellschaften müssen zudem in der Transparenzdatenbank der Berliner Senatsverwaltung erfasst sein.

Anschließend muss der Antrag online eingereicht werden. Im Businessplan sollte für den Gründungsbonus neben dem überzeugenden Gesamtkonzept zudem herausgearbeitet werden, inwiefern die Voraussetzungen und Bedingungen zur Gewährung des Gründungsbonus beim vorliegenden Vorhaben erfüllt sind. So erhöhen Sie Ihre Chance, erfolgreich den Gründungsbonus zu beantragen.

 

Weitere Informationen zum Gründungsbonus:

Unternehmenssitz muss in Berlin sein. Die Unternehmensgründung darf nicht länger als 12 Monate zurückliegen. Zudem muss nach dem Projekt der Hauptsitz des Unternehmens 3 weitere Jahre in Berlin verbleiben.

Der Gründungsbonus ist ein sehr beliebtes Förderinstrument in Berlin, insbesondere für Start-Ups. Die Erfahrungen von foerderquelle in der Beantragung des Gründungsbonus waren bisher durchweg positiv und erfolgreich. Daher können wir diese Förderung wärmstens empfehlen.

Eine weitere wichtige Info ist, dass der Gründungsbonus nicht direkt von der Investitionsbank Berlin, sondern von dem IBB Business Team verwaltet wird. Demnach wird der Gründungsbonus zwar auf der Seite der IBB gelistet, jedoch finden Sie dort keine umfassenden Informationen zum Förderprogramm wie auf der Seite des IBB Business Teams.

Weitere Informationen zum Gründungsbonus finden Sie auf der Seite des Gründungsbonus vom IBB Business Team.

Alternative können Sie auch den Flyer zum Gründungsbonus auf der Seite der Berliner Senatsverwaltung abrufen. Zusätzlich finden sich unter dieser Adresse weitere potentielle interessante Förderungen für Berliner Unternehmen.

Auf der Website von foerderquelle zu Fördermittel in Berlin können Sie auch weitere interessante Förderungen speziell für Unternehmen finden.

 

Wie grenzt sich der Gründungsbonus von go-digital als Bundesförderprogramm ab?

Der Gründungsbonus richtet sich speziell an neu gegründete Unternehmen innerhalb der ersten 12 Monate. Das Bundesförderprogramm go-digital hingegen richtet sich eher an etabliertere Unternehmen, die bereits mindestens einige zehntausend Euro Umsatz machen. Als Daumenregel bei go-digital: Ca. 15 % des Vorjahresumsatzes können als Zuschuss beantragt werden. Bei einem beispielhaften Umsatz von 100.000 EUR im Vorjahr könnten also ca. 15.000 EUR Zuschuss über go-digital beantragt werden.

Daher sind auch die Unternehmen, die einen Zuschuss beantragen können im Gründungsbonus maximal 10 Mitarbeiter stark, wohingegen go-digital Unternehmen mit bis zu 100 Mitarbeitern fördert.

Weiterhin unterscheiden sich die beiden Förderprogramme auch darin, dass beim Gründungsbonus explizit die Entwicklung von Digitalprodukten und Software, z.B. mittels App, gefördert wird. Bei go-digital wäre eine Förderung einer App-Entwicklung in der Regel ausgeschlossen.

 

Berlin Mittelstand 4.0

Wer kann eine Förderung beantragen?

Start-ups, Kleine und mittlere Unternehmen, größere Mittelstandsunternehmen (mit weniger als 3.000 Beschäftigten) sowie Angehörige der freien Berufe, Unternehmen des produzierenden Gewerbes, der IT-Branche und des Dienstleistungsgewerbes mit einer Betriebsstätte oder Sitz in Berlin.

 

Wie hoch ist die maximale Förderung und Förderquote?

Darlehenshöhe: 2 bis 6 Mio. EUR, die Auszahlung liegt bei 100 % der zuwendungsfähigen Kosten.

60 % Haftungsfreistellung der Hausbank durch die IBB.

 

Welche Themen werden gefördert?

Errichtungs- und Erweiterungsinvestitionen, dazugehörige Betriebsmittel und anteilige Lohnkosten. sonstige Vorhaben zur Nutzung von IT-Lösungen und digitaler Vernetzung in Produktion und Service.

 

Verfügbarkeit

Das Förderprogramm ist aktuell verfügbar.

 

Weitere Hinweise

Für dasselbe Vorhaben ist die Kombination mit einer Förderung aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) oder einer Landesbürgschaft ausgeschlossen.

 

 


 

 

5. BIG-Digital: Förderung der Digitalisierung in Brandenburg

Die Förderung der Digitalisierung in Brandenburg erfolgt zu großen Teilen durch das Förderprogramm “Gründung Innovativ” als Zuschuss für Start-Ups sowie durch BIG-Digital mit jeweils 50 % Förderquote zu Maßnahmen der Digitalisierung in Unternehmen. Bei BIG-Digital können dabei über verschiedene Module Beratungs-, Umsetzungs- sowie Schulungsleistungen gefördert werden.

 

Gründung Innovativ

Welche Unternehmen dürfen die Gründung-Innovativ-Förderung erhalten?

Grundsätzlich können Unternehmen und Gründer innerhalb der ersten 3 Jahre nach Gründung diese Förderung in Anspruch nehmen.

 

Wichtige Fördergrenzen im Förderprogramm Gründung Innovativ:

Die maximale Förderquote liegt bei 50 % und beträgt bis zu 100.000 EUR als Zuschuss. Die ging vor Kurzen aus einer Richtlinienänderung hervor, bei der die Förderquote von 75 % auf 50 % herabgesetzt wurde. In diesem Zuge ist auch wichtig, dass Sie mindestens 25.000 EUR Zuschuss beantragen müssen, da sonst die Bagatellgrenze nicht erfüllt wird.

 

Welche Themen werden gefördert?

Gefördert werden die mit der Gründung zusammenhängenden Kosten. Dazu können u.a. zählen:

  • Anschaffungs- und Herstellungskosten für Güter des Sachanlagevermögens
  • Personalausgaben für neue Arbeitsplätze
  • Beratungsleistungen externer Berater, die der Produkt-, Prozess- oder Technologieentwicklung dienen
  • technische Entwicklungsleistungen, soweit diese nicht oder nicht im erforderlichen Umfang im Unternehmen selbst erbracht werden
  • einmalige Ausgaben für den Erwerb von Lizenzen

 

Können aktuell Anträge für Gründung Innovativ gestellt werden?

Aktuell ist eine Antragstellung im Förderprogramm Gründung Innovativ möglich.

Für die Antragstellung bei Gründung Innovativ muss zunächst der Businessplan an die WFBB geschickt werden, sodass eine Erstbewertung Ihres Vorhabens hinsichtlich der Förderfähigkeit im Programm Gründung Innovativ vorgenommen werden kann.

Der Businessplan sollte dabei auf folgende Punkte eingehen:

  • Innovationsgrad & Marktfähigkeit: Innovation & USP, Kundennutzen & Problemlösung sowie Status-Quo im Markt.
  • Marktpotential und Wettbewerbsfähigkeit: Markt- und Wettbewerbssituation, Zielgruppe, Validierung des Geschäftsmodells (z.B. Zielgruppenbefragung)
  • Management und Arbeitsplatzaufbau: Kompetenzen des Teams, Firmenorganigramm (Gesellschaftsstruktur), Arbeitsplatzentwicklung
  • Planung und Finanzierung: Meilensteinplanung für das Projekt, Liqudiditätsplanung für mindestens 12 Monate, Rentabilitätsvorschau für mind. 3 Jahre. Sie sollten nachvollziehbare Planungsannahmen machen und die Annahmen auch plausibel begründen können.
  • Chancen & Risiken: Knowhow-Sicherung, Kopierschutz und Nachahmbarkeit, Vision/Perspektive: langfristige Wachstums- und Entwicklungsmöglichkeiten

 

Der Businessplan wird anschließend von der WFBB bewertet. Die Bewertung bei Gründung Innovativ ist transparent und folgt dem unten einsehbaren Bewertungsschema:

 

  • Innovationsgrad und Marktfähigkeit des Unternehmens

6 Punkte: Es handelt sich um ein „Highlight“ in der Innovation, d. h. um ein neues Produkt, ein neues Verfahren oder eine neue Dienstleistung, für die ein völlig neuer Markt im internationalen Vergleich zu schaffen ist bzw. sich in Entwicklung befindet.

5 Punkte: Es handelt sich um ein neues Produkt, ein neues Verfahren oder eine neue Dienstleistung, die dem Unternehmen signifikante Wettbewerbsvorteile im fokussierten Zielmarkt verschafft.

4 Punkte: Es handelt sich um eine Weiterentwicklungen oder aktive Marktanpassung durch eine signifikante Verbesserung wettbewerbsrelevanter Eigenschaften von existierenden Produkten, Verfahren oder Dienstleistungen mit dem Ziel der Erringung von Wettbewerbsvorteilen auf dem Zielmarkt (hoher Zusatznutzen beim Kunden). Zudem wird der Zugang zu einem bereits existierenden Markt, auf dem das Unternehmen bisher nicht tätig war bzw. die Freiberuflichkeit ausgeübt wurde, möglich (Bezugsfeld: territoriale Zielmärkte, z.B. Deutschland, EU, Übersee).

3 Punkte: Es handelt sich um eine Nachentwicklung einer Lösung (Produkt, Verfahren, Dienstleistung), mit der ein bereits bekanntes Innovationsniveau erreicht wird. Eine Nachentwicklung in diesem Sinne kann eine eigenständige Lösung sein mit dem Ziel (temporärer) Wettbewerbsvorteile auf dem Zielmarkt (Zusatznutzen beim Kunden).

2 Punkte: Es handelt sich um eine Modifikation wettbewerbsrelevanter Eigenschaften von existierenden Produkten, Verfahren oder Dienstleistungen bzw. Modifikation existierender Abläufe mit dem Ziel der Erringung (temporärer) Wettbewerbsvorteile auf dem überregionalen Zielmarkt (Zusatznutzen beim Kunden überregional).

1 Punkt: Es handelt sich um eine Modifikation wettbewerbsrelevanter Eigenschaften von existierenden Produkten, Verfahren oder Dienstleistungen bzw. Modifikation existierender Abläufe mit dem Ziel der Erringung (temporärer) Wettbewerbsvorteile lediglich auf dem regionalen Zielmarkt (Zusatznutzen beim Kunden regional).

0 Punkte: Der Innovationsgrad und die Marktfähigkeit des Unternehmens oder der freiberuflichen Tätigkeit entsprechen nicht der Kriterien 1.1. bis 1.6. Der Antrag ist zur Ablehnung vorzuschlagen.

 

  • Marktpotential und Wettbewerbssituation

Auf Grundlage einer Marktbetrachtung zum Unternehmens- und Antragsgegenstand ist eine realistische Einschätzung der Marktrelevanz und des Marktvolumens in den Zielmarktsegmenten (Deutschland, Europa u.a.) zu geben.
Der bearbeitete Markt bzw. der anvisierte Zielmarkt muss vom Antragsteller / von der Antragstellerin definiert und mit nachvollziehbaren Aussagen und Unterlagen (z.B. Planzahlen zum angestrebten Umsatzvolumen im Businessplan, LOIs etc.) belegt werden.

6 Punkte: Die zu vermarktenden Leistungen (Produkt, Verfahren, Dienstleistung) besitzen weltweit große Absatzpotenziale (internationale Wachstumsmärkte). Der Antragsteller / die Antragstellerin ist in der Lage, diesen Zielmarkt erfolgreich zu bearbeiten.

5 Punkte: Die zu vermarktenden Leistungen (Produkt, Verfahren, Dienstleistung) besitzen große Absatzpotenziale (innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes und in mindestens einem weiteren regional begrenzten internationalen Wachstumsmarkt). Der Antragsteller / die Antragstellerin ist in der Lage, diesen Zielmarkt erfolgreich zu bearbeiten.

4 Punkte: Die zu vermarktenden Leistungen (Produkt, Verfahren, Dienstleistung) sprechen innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes einen wachstumsorientierten Markt an und besitzen gute bis sehr gute Absatzchancen. Der Antragsteller / die Antragstellerin hat nachgewiesen, diesen Zielmarkt erfolgreich zu bearbeiten.

2 Punkte: Die zu vermarktenden Leistungen (Produkt, Verfahren, Dienstleistung) sprechen ausschließlich einen wachstumsorientierten Markt in Deutschland an. Der Antragsteller / die Antragstellerin ist in der Lage, diesen Zielmarkt erfolgreich zu bearbeiten.

1 Punkt: Die zu vermarktenden Leistungen (Produkt, Verfahren, Dienstleistung) sprechen ausschließlich einen regional begrenzten Markt (Brandenburg und oder einzelne Bundesländer) an. Der Antragsteller / die Antragstellerin ist in der Lage, diesen Zielmarkt erfolgreich zu bearbeiten.

0 Punkte: Ein Markt ist entsprechend den Zielstellungen des Unternehmensgegenstandes nicht ausreichend zu definieren. Der Antrag ist zur Ablehnung vorzuschlagen.

 

  • Management

Das Kriterium bewertet die unternehmerische, fachliche und persönliche Kompetenz des Antragsteller / der Antragstellerin sowie den Arbeitsplatzaufbau bzw. die Arbeitsplatzsicherung in unmittelbarem und mittelbarem Bezug zur beantragten Förderung. Bewertet wird die Arbeitsplatzentwicklung im Förderzeitraum sowie in kurz- und mittelfristiger Folge nach Abschluss der Förderung.
Wesentlich ist der Aufbau von Kompetenzen und Know-how durch die Sicherung und die Schaffung von Arbeitsplätzen, die prioritär dem Leistungserstellungsprozess sowie der Vermarktung der erstellten Leistungen dienen.

3.1. Kompetenzen

3 Punkte: Es bestehen sehr gute personenbezogene unternehmerische, fachliche (und technische) Voraussetzungen des Antragstellers / der Antragstellerin.

2 Punkte: Es bestehen gute personenbezogene unternehmerische, fachliche (und technische) Voraussetzungen. Zur nachhaltigen (Weiter-)Entwicklung des Unternehmens bzw. der freiberuflichen Tätigkeit sind in Teilbereichen noch Ergänzungen notwendig und vom Antragsteller / von der Antragstellerin schlüssig konzipiert.

1 Punkt: Es bestehen gute personenbezogene unternehmerische, fachliche (und technische) Voraussetzungen. Zur nachhaltigen (Weiter-)Entwicklung des Unternehmens bzw. der freiberuflichen Tätigkeit sind in Teilbereichen noch Ergänzungen notwendig, jedoch vom Antragsteller / von der Antragstellerin noch nicht schlüssig konzipiert.

0 Punkte: Bei Nichterfüllung dieser Kriterien. Der Antrag ist zur Ablehnung vorzuschlagen.

3.2.Arbeitsplatzaufbau / Arbeitsplatzentwicklung

3 Punkte: Durch den Antragsteller / der Antragstellerin werden zwei neue, qualifizierte Mitarbeiter/innen eingestellt (im Zuge der beantragten Förderung). Bei erfolgreicher Umsetzung der Maßnahme werden mehr als zwei weitere Arbeitsplätze im Unternehmen aufgebaut.

2 Punkte: Durch den Antragsteller /die Antragstellerin werden neue Stellen (qualifizierte Mitarbeiter/innen) geschaffen. Bei erfolgreicher Umsetzung der Maßnahme entstehen weitere Arbeitsplätze (mindestens zwei).

1 Punkt: Es wird vorrangig vorhandenes Potenzial erhalten und eingesetzt. Bei erfolgreicher Umsetzung der Maßnahme entstehen mittelfristig weitere Arbeitsplätze.

0 Punkte: Bei Nichterfüllung dieser Kriterien. Der Antrag ist zur Ablehnung vorzuschlagen.

 

  • Chancen und Risiken

Dieses Kriterium bezieht sich auf den Sachverhalt der Leistungsfähigkeit (SWOT Analyse) und die zu erwartende Entwicklung des Unternehmens durch die im Antrag definierten Fördermaßnahmen.

Zur Bewertung der Chancen und Risiken werden folgende Unterkriterien gesondert mit Unterpunkten zwischen 0 und 2 bewertet und daraus eine Gesamtpunktzahl zwischen 0 und 6 abgeleitet.

Unterkriterium:

  • Darstellung der Wertangebote
  • Definition der Kundensegmente
  • Beschreibung der Vertriebskanäle
  • Gestaltung der Kundenbeziehungen
  • Darstellung der Schlüsselaktivitäten
  • Darstellung der Schlüsselressourcen
  • Darstellung der Schlüsselpartner
  • Schlüssigkeit der Kostenstruktur
  • Struktur der Einnahmequellen
  • Finanzierbarkeit der wirtschaftlichen Entwicklung
  • Halten des Innovationsvorsprungs
  • Flexibilität bei Marktveränderungen
  • Unabhängigkeit von Partnern
  • Geeigneter Standort, Nachhaltigkeit

 

Bewertungsschlüssel
2 Unterpunkte: Die Anforderungen an das Unterkriterium werden erfüllt.

1 Unterpunkt: Die Anforderungen an das Unterkriterium werden teilweise erfüllt.

0 Unterpunkte: Die Anforderungen an das Unterkriterium werden nicht erfüllt, Der Antrag ist zur Ablehnung vorzuschlagen.

 

Ableitung der Gesamtpunktzahl:

6 Punkte: 30 Unterpunkte

5 Punkte: 27 bis 29 Unterpunkte

4 Punkte: 24 bis 26 Unterpunkte

3 Punkte: 21 bis 23 Unterpunkte

2 Punkte: 18 bis 20 Unterpunkte

1 Punkt: 15 bis 17 Unterpunkte

0 Punkte: 0 bis 14 Unterpunkte bzw. wenn mindestens ein Unterkriterium mit 0 Unterpunkten bewertet wurde.

 

Zusammenfassende Bewertung für Gründung Innovativ:

Es können maximal 24 Punkte (je 6 pro Projektauswahlkriterium) erreicht werden. Ein Antrag ist förderwürdig, wenn mindestens 14 Punkte erreicht und kein Projektauswahlkriterium mit 0 Punkten bewertet wurde.

 

Weitere Hinweise zum Förderprogramm Gründung Innovativ:

Das Unternehmen muss innovativ sein und einem der folgenden Cluster zuzuordnen sein:

  • Energietechnik
  • Gesundheitswirtschaft
  • IKT/Medien- und Kreativwirtschaft
  • Verkehr/Mobilität/Logistik
  • Optik
  • Ernährungswirtschaft
  • Kunststoffe/Chemie
  • Metall
  • Tourismus
  • Holz & Papier
  • Clean Technologies
  • Werkstoffe/Materialien
  • Produktions- und Automatisierungstechnik
  • Clean Technologies

 

Die Investitionsbank Brandenburg (ILB) in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung Berlin-Brandenburg (WFBB) sind für die Abwicklung des Förderprogramms Gründung Innovativ verantwortlich. Zunächst wird mit der WFBB ein Erstgespräch geführt, bevor die Antragstellung bei der ILB möglich ist. Erst auf Empfehlung der WFBB – hierfür muss eine gewisse Mindestpunktzahl in den Bewertungskriterien vorliegen – kann die ILB Ihren Antrag bearbeiten.

Die Informationen zu Gründung Innovativ sind u.a. auf der Seite der ILB einsehbar.

Informationen zu anderweitigen Förderprogrammen für Unternehmen in Brandenburg finden Sie auch auf der Seite von foerderquelle zu Fördermittel in Brandenburg.

 

BIG-Digital

Welche Unternehmen dürfen bei BIG-Digital in Brandenburg gefördert werden?

Grundsätzlich können Unternehmen und Gründer mit Betriebsstätte in Brandenburg die Förderung in Anspruch nehmen, die höchstens 250 Mitarbeiter insgesamt beschäftigen und weniger als 50 Mio. EUR Jahresumsatz machen. Die geförderten Unternehmen müssen demnach zum Antragszeitpunkt die 

 

Welche Fördergrenzen werden für BIG-Digital angesetzt?

Die maximale Förderquote liegt bei 50 % und beträgt bis zu 50.000 EUR (Modul Beratung und Schulung) bzw. bis zu 500.000 EUR (Modul Implementierung) als Zuschuss. Zusammen können also bis zu 600.000 EUR Zuschuss beantragt werden für ein Unternehmen.

 

Welche Themen werden durch BIG-Digital gefördert?

  • Modul Beratung: Gefördert werden externe Dienstleistungen.
  • Modul Implementierung: Gefördert werden Aufwendungen des Unternehmens zur konkreten Umsetzung von Digitalisierungsprozessen einschließlich der hierfür erforderlichen Hard- und Software, die im Ergebnis zu neuen oder wesentlich
    verbesserten Methoden beziehungsweise Prozessen führen.
  • Modul Schulung: Zudem werden Schulungen des begünstigten Unternehmens zu den IT-Systemen gefördert.

 

Erfolgsbeispiele für BIG-Digital:

In den bisherigen Erfahrungen von foerderquelle zur Abwicklung von BIG-Digital nehmen Unternehmen dieses Förderprogramm sehr gern für Projekte in Anspruch, die die Prozessdigitalisierung betreffen.

So konnten beispielsweise für die Einführung eines ERP für ein Brandenburgisches Unternehmen ca. 80.000 EUR Förderung über BIG-Digital Implementierung und BIG-Digital Schulung beantragt werden. Darunter wurden auch die Kosten für neue Hardware, Lizenzkosten, Schulungsaufwand für die ERP-Module, sowie sonstige Dienstleistungen, welche mit der Einführung des ERP-Systems in Verbindung stand, gefördert werden.

Auch die Einbindung von Prozessen in die Website wurde durch eine Förderbeantragung von foerderquelle erfolgreich gefördert. So wurden z.B. Vorarbeiten durch Kunden für den Beginn einer Dienstleistung verstärkt in die Website eingebunden, indem Daten und auszufüllende Formulare seitens des Kunden über die Schnittstelle auf der Website abgefragt und fertig bearbeitet, bevor diese beim Dienstleister per E-Mail ankamen und anschließend automatisch direkt in dem Cloudspeicher abgelegt wurden. Der Dienstleister musste somit deutlich weniger unvergütete Erklärungsarbeit beim Kunden leisten. Hierfür wurden die Fördermodule BIG-Digital Beratung und BIG-Digital Implementierung genutzt.

 

Können Stand heute Anträge eingereicht werden für BIG-Digital?

Aktuell ist eine Antragstellung im Förderprogramm BIG-Digital möglich.

Für die Antragstellung muss zunächst ein Informationsgespräch mit der Wirtschaftsförderung Berlin-Brandenburg (WFBB) gestellt werden.

Die jeweiligen Ansprechpartner der WFBB und ILB sind dabei nach Landkreisen in Brandenburg eingeteilt. Ihren konkreten Ansprechpartner bei der WFBB finden Sie auf der Regionalcenterseite. Den passenden Kontakt bei der ILB finden Sie auf der Ansprechpartnerseite der ILB.

Nach dem ersten Informationsgespräch mit der WFBB – hier ist die ILB noch nicht involviert – wird Ihnen eine Bestätigung über die fachliche Erstberatung bei der WFBB ausgestellt. Mit dieser fachlichen Erstberatung wird sozusagen eine Empfehlung seitens der WFBB ausgesprochen, dass Sie den Antrag für BIG-Digital bei der ILB stellen sollten.

Für die Antragstellung bei der ILB für BIG-Digital ist diese Bestätigung der fachlichen Erstberatung zwingend notwendig. Diese kann entweder telefonisch (in der Regel im Modul BIG-Digital Beratung) oder vor-Ort (in der Regel für die Module BIG-Digital Implementierung und Schulung) stattfinden.

Die Antragstellung bei BIG-Digital ist erfahrungsgemäß im Vergleich zu anderen Förderprogrammen aufwendig. 

 

Sie sollten in jedem Fall folgende Unterlagen für BIG-Digital bereithalten:

  • Bestätigung der fachlichen Beratung der WFBB GmbH in Kopie (ILB-Formular)
  • Angaben zum Unternehmen (KMU-Bewertung) (ILB-Formular)
  • Firmenorganigramm
  • Vollmacht(en) im Original (ILB-Formular)
  • vollständiger Handelsregisterauszug (chronologisch und nicht älter als 6 Monate) oder die Gewerbeanmeldung in Kopie
  • Gesellschaftsvertrag/Satzung (Kopie)
  • Mietvertrag/Eigentumsnachweis für die Betriebsstätte im Land Brandenburg
  • Umsatzdarstellung/Umsatzprognose nach Leistungsbereichen
    (gilt nur, wenn eine Zuordnung in die Positivliste nicht möglich ist)
  • Bescheinigung zur Befreiung vom Vorsteuerabzug (sofern zutreffend)
  • Identifikation durch zuverlässige Dritte
    Das Formular ist nur einzureichen, sofern noch keine Identifizierung vorgenommen wurde oder sich seit der letzten Identifikation Änderungen bei den handelnden Vertretern ergeben haben bzw. durch die identifizierende Stelle unverzüglich und unmittelbar an die ILB zu übermitteln

 

Zusätzlich für BIG-Digital – Beratung und BIG-Digital – Schulung:

(gilt auch, wenn die Schulungsmaßnahme Bestandteil der Implementierungsmaßnahme ist)

  • detailliertes Beratungs- bzw. Schulungsangebot in Kopie
  • Vorhabenbeschreibung (gemäß des Formblattes “Vorhabenbeschreibung – Gliederungspunkte”
  • Nachweis über die Eignung der Dienstleistungseinrichtung (Referenzangaben zu einschlägigen Erfahrungen des Dienstleisters bei Unternehmen als Auftragnehmer bzw. Angaben zur Qualifikation bei wissenschaftlichen Einrichtungen als Auftragnehmer)

 

Zusätzlich für BIG-Digital – Implementierung:

  • Auflistung der beantragten Ausgaben gemäß Beiblätter „Ausgaben“ (ILB-Formular)
  • Erklärung zu den immateriellen Wirtschaftsgütern (ILB-Formular)
  • Arbeitsverträge der Projektmitarbeiter inklusive Arbeitsvertragsänderungen und Gehaltsnachweis des letzten Monats vor Antragstellung (gilt nur bei Beantragung von Personalausgaben)
  • Vorhabenbeschreibung (gemäß des Formblattes „Vorhabenbeschreibung – Gliederungspunkte“)
  • Rentabilitätsvorschau und Finanzplan (ILB – Formular)
  • Bestätigung der Hausbank (Anlage zum Antrag – ILB – Formblatt)
    (gilt nur bei halbjährlichen Auszahlungen im Projektzeitraum bei einem Zuschuss größer 50.000,00 EUR)
  • bestätigte Jahresabschlüsse der letzten zwei Jahre
    (gilt nur bei halbjährlichen Auszahlungen im Projektzeitraum bei einem Zuschuss größer 50.000,00 EUR)
  • aktuelle BWA inkl. Summen- und Saldenliste
    (gilt nur bei halbjährlichen Auszahlungen im Projektzeitraum bei einem Zuschuss größer 50.000,00 EUR)

 

Bewertungsschema von Anträgen im Modul BIG-Digital Beratung

Dabei ist zu beachten, dass nur ein „Ja” oder „Nein” auf die jeweilige Kriterium gegeben werden kann. Es werden keine Punkte vergeben. Ein „Nein” führt jedoch zum Ausschluss der Förderfähigkeit.

  • Die beantragte Leistung bezieht sich auf betrieblicher Abläufe und Prozesse im Digitalisierungskontext.
  • Die Maßnahmen sind inhaltlich untersetzt und es sind klare Ziele definiert.
  • Angemessenheit der Leistungen und Ausgaben
  • Einschlägige Beratungserfahrungen (Referenzen/Qualifikation) des externen Beraters
  • Abgrenzbarkeit von Förderausschlüssen
  • Inhaltliche Abgrenzbarkeit von vorherigen BIG-Digital-Projekten des Antragstellers
  • zusätzlich für BIG-Digital Implementierung: Die mit der Digitalisierungsmaßnahme verfolgten Ziele führen im Ergebnis zu neuen oder wesentlich verbesserten Prozessen und Methoden im Unternehmen.

 

Weitere Hinweise

Weitere interessante Informationen zum Förderprogramm BIG-Digital finden Sie auf der Förderseite Informationsseite des Brandenburger Innovationsgutscheins (BIG).

Alternativ finden Sie auch weitere potentielle Förderungen aus Brandenburg zum Thema Digitalisierung auf der Seite des Brandenburger Ministeriums.

 

 


 

 

6. Förderung Digitalisierung Bremen

Die Digitalisierungs-Förderung in Bremen ist durch die Bezuschussung von Beratungen geprägt. Separate Kreditförderungen für die Digitalisierung gibt es nicht. 

 

Beratungsförderung zur Digitalisierung

Wie lautet die Zielgruppe der Förderung?

Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen bis 250 Mitarbeiter mit Sitz oder Niederlassung im Land Bremen.

 

Maximaler Zuschussbetrag und Förderquote:

Die Höhe der Förderung beträgt 50% der Beratungskosten, maximal 5.000 EUR.

 

Förderfähige Themen:

Mitfinanziert werden Beratungen zu Themengebieten wie beispielsweise Big Data, IT-Sicherheit oder Cloud.

 

Verfügbarkeit

Das Förderprogramm in Bremen ist aktuell verfügbar.

 

Weitere Hinweise und abschließender Kommentar

Der Unternehmensberater, der die geförderte Leistung erbringt, muss autorisiert sein.

Aufgrund der geringen Förderhöhe und dem Umstand, dass nur Beratungsleistungen gefördert werden, sollte über die Alternative go-digital nachgedacht werden. Es ergeben sich höhere Förderkontingente sowie einer Förderung von Beratung und Umsetzung durch go-digital.

Bremen bietet für Unternehmen noch weitere Förderprogramme, die Sie gern auf Förderung in Bremen entdecken können.

 

 


 

 

7. Fördermittel Digitalisierung Hamburg

 

Hamburg hat kein eigenes Förderprogramm zur Digitalisierung.

Unternehmen haben jedoch die Möglichkeit, go-digital in Anspruch zu nehmen.

Zudem bietet Hamburg noch anderweitig Förderprogramme für Unternehmen. Eine Zusammenstellung dieser Möglichkeiten bietet foerderquelle unter Förderung in Hamburg.

 

 


 

 

8. Digitalisierung Zuschuss Hessen

Die Hessische Förderlandschaft bietet für die Förderung der Digitalisierung den Digi-Zuschuss.

Für Unternehmen bis 100 Mitarbeiter aus Hessen lohnt es sich in der Regel eher go-digital als den Digi-Zuschuss in Anspruch zu nehmen.

 

Digi-Zuschuss

Wer kann den Digitalbonus Hessen beantragen?

Antragsberechtigt sind insbesondere Unternehmen bis 250 Mitarbeiter sowie Angehörige der Freien Berufe mit Betriebsstätte in Hessen.

 

Wie hoch ist die maximale Förderung und Förderquote?

Die Höhe der Förderung beträgt bis zu 50% der zuwendungsfähigen Ausgaben. Maximal 10.000 EUR werden als Zuschuss im Rahmen des Programms Digitalbonus Hessen vergeben.

 

Welche Themen werden gefördert?

  • die Einführung neuer digitaler Systeme der Informations- und Kommunikationstechnik für Produkte, Dienstleistungen, Prozesse und Lieferbeziehungen
  • die Verbesserung der Sicherheit in der Informations- und Kommunikationstechnologie

 

Verfügbarkeit

Die neuen Termine zur Wiedereröffnung dieses Förderprogramms werden im Frühjahr 2020 bekannt gegeben. Bis dahin ist kein Antrag beim Digitalbonus Hessen möglich.

 

Weitere Hinweise

Die regelmäßigen Förderaufrufe durch das Ministerium sollten verfolgt werden, um auf dem neusten Stand zu bleiben, wann das Förderprogramm in 2020 wieder verfügbar ist.

Hessen kann Sie darüber hinaus in Bezug auf Förderungen auch umfassender unterstützen. Einen Überblick zu den Fördermöglichkeiten für Unternehmen finden Sie unter Fördermittel in Hessen.

 

 


 

 

9. Förderung Digitalisierung MV (Mecklenburg-Vorpommern)

 

Digi-Trans

Das Förderprogramm Digi-Trans begünstigt:

Antragsberechtigt sind Unternehmen bis 250 Mitarbeiter mit Sitz oder Betriebsstätte in Mecklenburg-Vorpommern.

 

Welche Fördergrenzen sind wichtig?

Die Höhe der Förderung beträgt bei kleinen Unternehmen bis zu 50%, bei mittleren Unternehmen bis zu 35% der zuwendungsfähigen Ausgaben.

Die zuwendungsfähigen Ausgaben müssen zwischen 8.000 und 20.000 EUR betragen, in Ausnahmefällen auch bis 100.000 EUR.

 

Welche Kosten werden bezuschusst?

Einstiegs- und Umstiegsinvestitionen

  • mit dem Schwerpunkt digitaler Geschäftsmodelle oder der Umstellung von analogen auf digitale Prozesse
  • in IT-Sicherheit und Datenschutz zur Erhöhung des Digitalisierungsgrads

 

Sind Anträge aktuell möglich?

Aktuell können Anträge im Förderprogramm Digi-Trans gestellt werden.

 

Weitere Informationen zu Digi-Trans 

Die Förderung der Digitalisierung in MV wird maßgeblich über Digi-Trans durchgeführt.

Bestimmte Branchen sowie Schulträger und Vereine sind von der Förderung ausgeschlossen.

Vorhaben mit zuwendungsfähigen Ausgaben über 20.000 EUR bis maximal 100.000 EUR muss der Antragsteller anhand eines Konzeptes nachweisen, dass die Investitionen für das digitale Geschäftsmodell und den digitalen Geschäftsprozess des Unternehmens innovativ sind.

Neben Digi-Trans hat Mecklenburg-Vorpommern noch weitere interessante Förderungen parat. Diese finden Sie auf Fördermittel in MV.

 


 

 

10. Digitalbonus Niedersachsen: Förderung der Digitalisierung Niedersachsen

Niedersachsen stellt 15 Millionen Euro für Unternehmen für die Umsetzung von Digitalisierungsmaßnahmen durch das Förderprogramm Digitalbonus Niedersachsen bereit. Der Digitalbonus Niedersachsen wird von der NBank verwaltet. Diese nimmt die entsprechenden Anträge entgegen.

 

Digitalbonus Niedersachsen

Wer kann eine Förderung beim Digitalbonus Niedersachsen beantragen?

Die Förderung ist vorrangig Unternehmen bis 250 Mitarbeitern der gewerblichen Wirtschaft zugänglich, die Ihren Firmensitz in Niedersachsen haben. Auch kleine freiberufliche Planungsbüro im Bereich des digitalen Bauens sowie Handwerksbetriebe können vom Digitalbonus Niedersachsen profitieren.

 

Digitalbonus Niedersachsen: maximale Förderung, Förderquote und Bagatellgrenze.

Maximal 50 % der förderfähigen Kosten werden bezuschusst für kleine Unternehmen. Mittlere Unternehmen erhalten bis zu 30 % als Zuschuss auf die förderfähigen Kosten.  In beiden Fällen liegt der maximale Zuschuss bei 10.000 EUR. Wichtig ist ebenfalls, dass der beantragte Zuschuss mindestens 2.500 EUR beträgt, andernfalls wird der Antrag aufgrund der Geringfügigkeitsgrenze (Bagatellgrenze) beim Digitalbonus Niedersachsen abgelehnt.

Beispielsweise müsste ein kleines Unternehmen, das eine 50 % Förderquote erhält, mindestens 5.000 EUR förderfähige Kosten einreichen, um eine Chance auf den Digitalbonus Niedersachsen zu haben.

 

Digitalbonus Niedersachsen Antrag: 

Der Digitalbonus Niedersachsen gibt Ihnen die Möglichkeit das geförderte Projekt in einem Zeitraum von bis zu einem Jahr ab Erteilung des Zuwendungsbescheids durchzuführen. Nach Abschluss des Projekts haben Sie dann zusätzlich 3 Monate Zeit, um die Dokumentation vollständig einzureichen.

Die Antragstellung im Digitalbonus Niedersachsen erfolgt durch das Kundenportal der NBank, dort ist der Antrag auszufüllen und abzuschicken. Zusätzlich müssen Sie im Antrag benannten Dokumente befüllen (z.B. De-minimis-Erklärung). Diese erhalten Sie auf unter dem Punkt „Downloads” der Seite des Digitalbonus Niedersachsen der NBank. Anschließend senden Sie bitte innerhalb von 4 Wochen den Förderantrag zusätzlich unterschrieben im Original postalisch an die NBank. Sollten Sie diese Frist zur Antragstellung nicht einhalten, gilt der Antrag als abgelehnt.

Der Beginn der Maßnahme darf in jedem Fall erst nach Bewilligung der Förderung und damit im Bewilligungszeitraum liegen! Ein Beginn der Maßnahme vor Erhalt der Bewilligung würde beim Digitalbonus Niedersachsen dazu führen, dass die Förderung nicht gewährt wird.

 

 

Digitalbonus Niedersachsen: Was wird gefördert?

Durch das Förderprogramm Digitalbonus Niedersachsen werden Investitionen in Soft- und Hardware zur Digitalisierung von Prozessen, Produkten und Dienstleistungen und die Verbesserung der IT-Sicherheit gefördert. Investitionen bedeutet, dass die voraussichtliche Nutzungsdauer des Wirtschaftsguts mehr als ein Jahr beträgt. 

Die Investitionen müssen dabei der IKT-Hardware, -Software oder Softwarelizenzen zuzuordnen sein und einen Kaufpreis von 5.000 EUR brutto (ca. 4.202 EUR netto) überschreiten.

Nicht förderfähig im Digitalbonus Niedersachsen sind in jedem Fall:

  • Eigenleistungen des Unternehmens
  • eigene Personalausgaben des Unternehmen
  • Beratungsleistungen externer Berater
  • Ersatzbeschaffungen, die im Funktionsumfang gleich zu dem vorherigen Modell sind
  • IKT-Grundausstattung (z.B. Laptops, Handys, Scanner, Betriebssysteme)
  • Online-Marketing-Maßnahmen
  • Schulungen zu Hard und Software

 

Digitalbonus Niedersachsen Laufzeit:

Die Richtlinie des Digitalbonus Niedersachsen trat am 03.09.2019 in Kraft und Anträge können bis voraussichtlich 31.12.2021 eingereicht werden. Nach dem 31.12.2021 tritt demnach die Richtlinie des Digitalbonus Niedersachsen außer Kraft. Insofern das Förderprogramm sich behauptet, ist eine Neuauflegung der Förderung nicht ausgeschlossen. Zudem können Sie parallel zum Digitalbonus Niedersachsen das Bundes-Förderprogramm zur Digitalisierung go-digital in Anspruch nehmen. Durch die unterschiedlichen Förderschwerpunkte in der Digitalisierung des Digitalbonus Niedersachsen und der Bundesförderung zur Digitalisierung ergänzen sich beide Programme sehr gut. Weitere Infos hierzu finden Sie direkt unterhalb dieses Absatzes.

 

Wie kombiniere ich den Digitalbonus Niedersachsen mit go-digital?

Da der Digitalbonus Niedersachsen nur Investitionen in Hard- und Software fördert, die in der go-digital Richtlinie ausgeschlossen sind, sollten Sie für diese Anschaffungen entsprechend den Digitalbonus Niedersachsen verwenden. Andersherum sind bei go-digital Investitionen in Hard- und Software, z.B. Lizenzkosten oder der Kauf einer Software, von der Förderung ausgeschlossen. Die Bundesförderung möchte hier nur die individuellen Projektleistungen, darunter Beratung und Umsetzung, für das begünstigte Unternehmen fördern lassen. Beide Programme sind daher in Ergänzung zueinander zu sehen, da das Förderthema der einen Richtlinie einen Ausschluss in der anderen Richtlinie darstellt.

 

Digitalbonus Niedersachsen Beispiele:

Ein typisches Beispiel für eine förderfähige Investition wäre der Kauf einer CRM-Softwarelizenz, einer ERP-Softwarelizenz oder einer Videoschnittsoftware. Eine etwas exotischere, aber förderfähige Anschaffung wäre z.B. der Kauf einer Workstation zur deutlichen verbesserten Datenverarbeitungskapazität (z.B. für Data Science Projekte im Unternehmen).

 

Weitere Informationen zu relevanten Förderungen in Niedersachsen:

Niedersachsen bietet Unternehmen Förderungen für weitere Themen. Eine übersichtliche Darstellung finden Sie unter Fördermittel in Niedersachsen.

 


 

 

11. Förderung Digitalisierung NRW (Nordrhein-Westfalen)

 

Digitalisierungsgutscheine

Wer kann von Zuschüssen zur Digitalisierung in NRW profitieren?

Die Förderung ist Unternehmen bis 250 Mitarbeitern zugänglich, die Ihren Firmensitz in NRW haben.

Es ist für den Digitalbonus NRW nicht relevant, ob die Unternehmen als freiberuflich oder gewerblich einzustufen sind.

 

Wie hoch sind die maximale Förderung und Förderquote im Digitalbonus NRW?

Die maximale Förderung beträgt 25.000 EUR Zuschuss. Davon sind 10.000 EUR für Beratung und Analyse möglich und 15.000 EUR als Zuschuss für die Umsetzung.

Bei Unternehmen bis 50 Mitarbeiter beträgt die Förderquote 70 % und bei Unternehmen über 50 Mitarbeitern bis 250 Mitarbeitern 50 % der zuwendungsfähigen Kosten.

 

Welche Themen werden gefördert?

  • Einführung datenbasierter Dienstleistungen (zum Beispiel durch künstliche Intelligenz-Anwendungen)
  • Initialisierung der Nutzung von Cloudtechnologie
  • Maßnahmen zur Erfassung des Ist-Zustandes im Unternehmen bzgl. der Digitalisierung („Digitalisierungsscheck“)
  • Maßnahmen zur Entwicklung einer unternehmensspezifischen Strategie für digitale Geschäftsmodelle
  • Maßnahmen zur Entwicklung geeigneter Projekte zur Umsetzung von digitalen Geschäftsmodellen
  • Maßnahmen zur Erfassung des Ist-Zustandes im Unternehmen bzgl. der IT-Sicherheit
  • Cyber Physical Security (Sicherheit und Robustheit vernetzter Systeme und verteilter Systeme, Schutz der Privatsphäre)
  • Sichere Identitätsnachweise für Prozesse, Produkte und Dienstleistungen
  • Schutz vor Produktpiraterie
  • Benutzerfreundliche Sicherheitslösungen
  • Risiko- und Sicherheitsanalyse (Bewertung von Bedrohungen und möglichen Schwachstellen) der bestehenden oder neu geplanten betrieblichen IKT-Infrastruktur
  • Maßnahmen zur Initiierung/Optimierung von betrieblichen IT-Sicherheitsmanagementsystemen
  • Vernetzung der ERP (Enterprise-Ressource- Planning)- und Produktionssysteme (Machine-to-Machine-Communication) – „Industrie 4.0“
  • Betrieb von CPS in vernetzten Umgebungen
  • Erstellung von Tools und Methoden zum Betrieb von Arbeitssystemen
  • MMI zur Unterstützung der Flexibilität und Rekonfigurierbarkeit
  • Einführung von Mensch-Maschinen-Interaktion in der Produktion (zum Beispiel durch künstliche Intelligenz-Anwendungen)
  • Einführung medienbruchfreier (Produktions-)Systeme
  • Einbindung von cyber-physischen Systemen in die Produktion
  • Aufbau von digitalen Plattformen
  • Projekte im Bereich der Usability-Verbesserung
  • Einführung von Predictive-Maintenance-Anwendungen
  • Einführung produktbegleitender und/oder Anwendersteuerungssoftware
  • Einführung datenbasierter Dienstleistungen (zum Beispiel durch künstliche Intelligenz-Anwendungen)

 

Verfügbarkeit von Fördermitteln zur Digitalisierung in NRW

Der Digitalbonus NRW ist nicht mehr verfügbar in 2019. Dieser wird in 2020 wieder aufgesetzt.

Als Alternatives Förderprogramm in NRW zur Digitalisierung empfiehlt sich für Unternehmen bis 100 Mitarbeiter der gewerblichen Wirtschaft das Förderprogramm go-digital.

 

Weitere Hinweise

In der Vergangenheit hat der Projektträger der Digitalisierungsgutscheine öfter für mehrere Monate das Förderprogramm ausgesetzt und evaluiert, bis es im Folgejahr erneut eröffnet wurde.

Es ist möglich, dass die Förderbedingungen des Digitalisierungsgutscheins in 2020 auf Basis der Evaluierung angepasst werden. Weitere Förderprogramme zur Digitalisierung in NRW auf Landesebene sind neben dem Digitalbonus NRW aktuell nicht geplant. 

Parallel zu den Digitalisierungsgutscheinen gibt es NRW noch weitere interessante Förderprogramme, welche Sie übersichtlich dargestellt auf Fördermittel in NRW finden.

 


 

 

12. Förderung Digitalisierung Rheinland-Pfalz

 

Rheinland-Pfalz hat ein Beratungsförderprogramm zur Digitalisierung. 

Das Förderprogramm hierfür wird in Kürze in die Übersicht eingearbeitet. Zwischenzeitlich können Sie sich gern einen ersten Eindruck zur Förderlandschaft unter Förderungen Rheinland-Pfalz machen.

Die Förderprogramme von Rheinland-Pfalz zu Innovationen werden in einem separaten Artikel vorgestellt.

Unternehmen haben zudem die Möglichkeit, go-digital als Förderprogramm zur Digitalisierung in Rheinland-Pfalz in Anspruch zu nehmen.

 

 


 

 

13. Saarland

 

DigitalStarter

Wer kann eine Förderung beantragen?

Antragsberechtigt sind Unternehmen bis 250 Mitarbeitern mit Betriebsstätte oder Sitz im Saarland, in der die geförderte Maßnahme auch zum Einsatz kommt.

 

Wie hoch ist die maximale Förderung und Förderquote?

Ein Zuschuss kann gewährt werden ab zuwendungsfähigen Ausgaben von mindestens 5.000 Euro bis höchstens 200.000 Euro.

Kleinstunternehmen sowie kleine Unternehmen können einen Zuschuss von 35% ihrer zuwendungsfähigen Ausgaben erhalten, mittlere Unternehmen einen Zuschuss von 20%, jedoch jeweils höchstens 10.000 Euro.

 

Welche Themen werden gefördert?

  • Ausgaben für die Entwicklung, Einführung oder Verbesserung von Produkten, Prozessen und Dienstleistungen durch Informations- und Kommunikationstechnologie (Hard- und Software)
  • Ausgaben für die Einführung oder Verbesserung der IT-Sicherheit, insbesondere für notwendige Hard- und Software
  •  die mit den v.g. Ausgaben verbundenen Dienstleistungen einschließlich der Migration bisheriger Daten und der Portierung von Softwarekomponenten auf die neuen digitalen Systeme
  • Ausgaben für die in Verbindung mit (1) und (2) notwendigen Schulungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu den angeschafften digitalen Systemen durch externe Anbieter

 

Verfügbarkeit

Aktuell können im Förderprogramm DigitalStarter Anträge gestellt werden.

 

Weitere Hinweise

Saarländische Unternehmen profitieren von weiteren Fördermaßnahmen. Einen Überblick hierzu erhalten Sie unter Förderung im Saarland.

 

 


 

 

14. Förderung Digitalisierung Sachsen

Zur Förderung der Digitalisierung bietet Sachsen u.a. das Förderprogramm E-Business. Da Sachsen eine tolle Förderlandschaft hat, werden zeitnah weitere Förderprogramme zur Digitalisierung hinzugefügt.

 

E-Business

Wer kann eine Förderung beantragen?

Antragsberechtigt sind Unternehmen bis 250 Mitarbeiter aus Sachsen, die mindestens eine Betriebsstätte dort unterhalten.

Die geförderte Maßnahme muss dieser Betriebsstätte zu Gute kommen.

 

Wie hoch ist die maximale Förderung und Förderquote?

Der Zuschuss beträgt bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Höchstens 50.000 EUR werden als Zuschuss vergeben.

 

Welche Themen werden gefördert?

Einführung und Weiterentwicklung moderner
Informations- und Kommunikationstechnologien zur:

  • Erschließung neuer Absatzmöglichkeiten
  • Optimierung interner Prozesse
  • digitale Abbildung von Geschäftsprozessen mit Kunden und Lieferanten

Folgende Maßnahmen sind zuwendungsfähig:

  • Planung, Konzipierung und Vorbereitung von Projekten
  • technische Realisierung
  • Erwerb von Software und für deren Nutzung notwendige Hardware
  • Einführung der entwickelten Lösungen, inkl. Schulungen

 

Verfügbarkeit

Derzeit können Anträge im Förderprogramm E-Business gestellt werden.

 

Weitere Hinweise

Eine Förderung kann innerhalb von drei Jahren nur einmal gewährt werden.

Neben dem Förderprogramm E-Business können Sächsische Unternehmen anderweitige Fördermöglichkeiten nutzen. Diese sind Sie als Zusammenfassung unter Fördermittel Sachsen.

 

 


 

 

15. Förderung Digitalisierung Sachsen-Anhalt

 

Digital Innovation

Wer kann von Digital Innovation profitieren?

Antragsberechtigt sind Unternehmen bis 250 Mitarbeiter aus Sachsen-Anhalt, die mindestens eine Betriebsstätte dort unterhalten.

Die geförderte Maßnahme muss dieser Betriebsstätte zu Gute kommen.

 

Welche Fördergrenzen gibt Digital Innovation vor?

Der Zuschuss beträgt bis zu 70 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Höchstens 70.000 EUR werden als Zuschuss vergeben. Bei fiktiven förderfähigen Projektkosten von 100.000 EUR würden demnach 70.000 EUR als Zuschuss vergeben.

 

Welche Themen können bei Digital Innovation gefördert werden?

Digitalisierung von

  • Produkten und Produktionsprozessen, z.B. die Entwicklung neuer digitaler Produkte und Dienstleistungen oder die Entwicklung digitaler Produktionsverfahren
  • Geschäftsmodellen, z.B. die erstmalige Verknüpfung digitaler Geschäftsmodelle, Produkte sowie Services oder die Entwicklung und Weiterentwicklung bestehender digitaler Geschäftsmodelle
  • Geschäftsabläufen, z.B. im Unternehmen, zwischen Unternehmen und Kunden, zwischen Unternehmen und Lieferanten
  • Außendarstellung, Marketing und Kommunikationsdesign, z.B. Webanwendungen unter Beachtung der Usability, Online-Vertriebswege wie Webshops oder elektronische Marktplätze, Professionalisierung des Suchmaschinenmarketings oder Social-Media-Marketings, automatisierte, personalisierte Multi-Channel-Kundenansprache
  • IT-Sicherheit

 

Sind zum aktuellen Zeitpunkt Anträge für Digital Innovation möglich?

Aktuell können Förderanträge im Programm Digital Innovation gestellt werden.

 

Unterlagencheckliste zur Antragstellung:

  • Antragsformular (IB-Formblatt)
  • Ausführliche Beschreibung/Darstellung des geplanten Vorhabens anhand einer Projektskizze mit folgendem
    Inhalt:
    Projektbeschreibung (Idee oder Vision bezogen auf das beabsichtigte Ergebnis)
    schlüssige Analyse der jeweiligen Ausgangssituation
    belastbare Bedarfserhebung mit Feststellung des innovativen Mehrwertes
    Erläuterungen zu den wirtschaftlichen Effekten
    Umsetzungs- und Zeitplanung
    Sofern bereits vorliegend das Konzept zur Projektumsetzung
    Erläuterung der Einzelansätze im Ausgaben und Finanzierungsplan
    Beschreibung des benötigten zusätzlichen Personals und Darstellung der erforderlichen Qualifikation und Berufserfahrung entsprechend der Tabelle in Nr. 5.2.2 der Richtlinie
  • Investitionsgüterliste und Beschreibung der benötigten Leistungen Dritter
  • Finanzierungsbestätigung der Hausbank oder des Steuerberaters oder Wirtschaftsprüfers für den Eigenanteil und
    sofern zutreffend Unterlagen zu weiteren beantragten Fördermitteln und Finanzierungshilfen für das Projekt
  • aktueller Handelsregisterauszug (nicht älter als 6 Monate) bzw. Gewerbeanmeldung, ggf. Handwerkskarte
  • KMU-Erklärung (IB-Formblatt)
  • Erklärung des Unternehmens zur Frage eines Unternehmens in Schwierigkeiten (IB-Formblatt)
  • De-minimis-Erklärung (IB-Formblatt)
  • Erklärung zur Vergabe von Aufträgen (IB-Formblatt)
  • Erhebungsbogen juristische Person (IB Formblatt)
  • Erklärung zur Datenverarbeitung (IB-Formblatt)
  • Ggf. Vollmacht für Dritte (IB-Formblatt)
  • Unterschriftskarte (IB-Formblatt)

 

In der Projektbeschreibung muss unbedingt eine Beschreibung der Idee / Vision vorliegen, zusätzlich darf kein geplanter Arbeitsplatzabbau durch die Innovation stattfinden und es darf sich nicht um eine Ersatzbeschaffung handeln. Des Weiteren muss eine Analyse der Ausgangssituation vorliegen.

 

Die Beurteilung Ihrer Vorhabensbeschreibung wird zusätzlich anhand eines Punkteschemas vorgenommen:

 

Belastbare Bedarfserhebung:

Der Innovationsgehalt eines Vorhabens definiert sich über den Einsatz aktueller oder zukunftsweisender Technologien, die in dem Unternehmen bisher nicht eingesetzt werden. Ausschlaggebend für die Bewertung ist der Innovationsgrad und dass das Projekt wirtschaftliche Effekte erwarten lässt. Falls dies nicht positiv beantwortet werden kann, liegt ein Ausschluss vor.

3 Punkte: erstmalige Prozessumstellung von analog auf digital

2 Punkte: weiterführende Prozessentwicklung

1 Punkt: Teilprozesse 

 

Implementierungs- und Zeitplanung:

Das Projekt sollte innerhalb von 12 Monaten umsetzbar sein. Längere Projektzeiträume sind möglich, werden aber schlechter bewertet. Projekte ohne zusätzliche Personalausgaben werden zudem höher bewertet. Zusätzlich sind in Digital Innovation nur zusätzliche Personalausgaben förderfähig, Stammpersonal wird bei der Förderung nicht berücksichtigt. Der Hintergrund besteht darin, dass nur durch Stammpersonal umgesetzte Projekte sparsamer sind.

2 Punkte: Projektzeitraum bis 1 Jahr

0 Punkte: Projektzeitraum über 1 Jahr

2 Punkte: ohne Förderung von Personalausgaben

0 Punkte: mit Förderung von Personalausgaben

 

Plan zur Projektumsetzung:

2 Punkte: schlüssiges Gesamtkonzept liegt vor.

1 Punkt: Grundkonzept liegt vor.

0 Punkte: Kein Konzept oder Konzept ist Bestandteil der Förderung.

 

Abschließend müssen mindestens 5 Punkte erreicht werden, sodass die Zuwendung im Förderprogramm Digital Innovation gewährt werden kann.

 

Weitere Hinweise

Aus der Erfahrung des Autors ist ersichtlich, dass Digital Innovation als Förderprogramm sehr beliebt ist. Der Fördertopf für Digital Innovation wurde der Veröffentlichung im November 2018 für ca. 2-3 Jahre eingeplant. Bereits nach einigen Monaten musste das erste Mal in den Fördertopf durch das Ministerium nachgeschossen werden.

Auch zwischenzeitlich wurde die Möglichkeit eines vorzeitigen Maßnahmebeginns aufgrund der Beliebtheit des Förderprograms ausgesetzt. Daher wird eine Antragstellung so zeitnah wie möglich empfohlen, bevor die Mittel in diesem Fördertopf aufgebraucht sind.

Das Förderprojekt darf im Förderprogramm Digital Innovation maximal 12 Monate einnehmen. Zudem muss im Projektantrag die innovative Komponente des Vorhabens deutlich gemacht werden. Dies geschieht in der Regel darüber, dass eine Technologie im Unternehmen eingesetzt wird, die vorher noch nicht verwendet wurde. Beispielsweise wurde im Unternehmen vorher keine Suchmaschine als Plattform für die Stärkung der eigenen Werbestrategie verwendet oder ein Prozess wurde vorher manuell und mit Medienbrüchen durchgeführt, der nun den Einsatz von Software automatisiert und digital abläuft. 

Weiterführende Informationen zu diesem Förderprogramm finden Sie auf der Seite der Investitionsbank Sachsen-Anhalt zu Digital Innovation.

Grundsätzlich hat Sachsen-Anhalt einen spannende weiterführende Förderungen für Unternehmen, welche Sie auf Förderprogramme in Sachsen-Anhalt finden.

 

Digital Creativity

Wer kann eine Förderung beantragen?

Die Förderung kann von Unternehmen bis 250 Mitarbeitern mit mindestens einer Betriebsstätte in Sachsen-Anhalt beantragt werden.

Die geförderte Maßnahme muss dieser Betriebsstätte zu Gute kommen.

 

Welche Grenzen hinsichtlich der Förderung sind zu beachten?

Der Zuschuss beträgt bis zu 90 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Höchstens 130.000 EUR werden als Zuschuss vergeben.

Die Förderquote von 90 % auf Vorhaben ist aus Sicht von foerderquelle für Digitalvorhaben einzigartig.

 

Welche Themen werden gefördert?

Eine Förderung der Digitalisierung ist für folgende Vorhaben möglich:

  • die Entwicklung und der Einsatz innovativer audiovisueller Medienproduktionen mittels digitaler Prozesse, insbesondere mit interaktiven Inhalten, wie z.B. Spiele, Apps, crossmediale Projekte, Internetseiten, Softwareanwendungen, visuelle Effekte und virtuelle Realität
  • Medienproduktionen mit wissenschaftlichem Inhalt, die insbesondere in Forschung und Lehre, in der Wissenschaft oder in Schulen Verwendung finden

 

Anträge werden derzeit von der Förderstelle entgegengenommen!

Aktuell können Förderanträge im Programm Digital Creativity gestellt werden. Obwohl Digital Creativity mit 90 % Förderung und 130.000 EUR Zuschuss statt wie bei Digital Innovation 70.000 EUR Zuschuss aufwartet, sind bei Digital Creativity noch eher Mittel im Fördertopf vorhanden.

 

Die Beurteilungskriterien für die Projektskizze

Grundsätzlich werden bei der Beurteilung, ob Ihr Projekt förderfähig ist, drei Punkte bewertet und anschließend verglichen, ob Sie die Mindestpunktzahl von 5 Punkten erreicht haben.

 

  • 1. Projektbeschreibung

1.1 Idee und Vision, bezogen auf die audiovisuelle Medienproduktion

Die Beschreibung der Idee oder Vision sowie eine audiovisuelle Medienproduktion müssen vorliegen, andernfalls führt dies zum Ausschluss.

1.2 Vorbereitende Maßnahmen

Projekte, die vorbereitende Maßnahmen vor Beantragung bereits abgeschlossen haben, werden für die Förderung höher bewertet (+ 1 Punkt). Falls die vorbereitenden Maßnahmen erst im Rahmen des Projekts durchgeführt werden, wird dieser Aspekt mit 0 Punkten bewertet. 

1.3 Beabsichtigtes Ergebnis der Projektentwicklung

1.3.1 liegt im Bereich Medien (+ 3 Punkte)

1.3.2 liegt im Bereich Nachwuchsförderung (+ 2 Punkte)

1.3.3 liegt im Bereich Wissenschaft (+ 2 Punkte)

 

  • 2. Produktionskonzept

2.1 Es muss eine Produktbeschreibung vorliegen. Falls keine vorliegt, führt dies zum Ausschluss

2.2 Eine Marktanalyse muss Inhalt des Produktionskonzepts sein. Falls keine vorliegt, führt dies ebenfalls zum Ausschluss.

2.3 Wirtschaftlichkeit: Es muss aus dem Konzept hervorgehen, dass das Projekt profitabel betrieben werden kann. Sollte die Profitabilität nicht aus dem Konzept hervorgehen, wird die Förderung nicht bewilligt.

2.4 Nachhaltigkeit

2.4.1 Das Produkt ist lange nutzbar. (+ 1 Punkt)

2.4.2 Das Produkt weist eine gute Erweiterbarkeit auf. (+ 1 Punkt)

2.4.3 Das Produkt erfüllt die Anforderungen an die Barrierefreiheit. (+ 1 Punkt)

2.4.4 Das Produkt berücksichtigt Umweltaspekte. (+ 1 Punkt)

2.5 Das Produkt muss einen innovativen Charakter für die Branche oder für das Land Sachsen-Anhalt haben. Falls dies nicht der Fall ist, muss der Antragsteller mit einer Absage rechnen.

2.6 Organisation: Insofern die Umsetzung des Projekts maximal 2 Jahre dauert, werden 2 Punkte für die Beurteilung der Förderfähigkeit hinzugerechnet. 

Sollte die Umsetzung des Projekts länger als 2 Jahre dauern, wird dieser Aspekt mit 0 Punkten bewertet.

 

  • 3. Marketingstrategie und -controlling

3.1 Es muss aus der Marketingstrategie deutlich werden, dass das Produkt wirtschaftlich vertrieben werden kann. Sollte dies nicht der Fall sein, ist keine Bewilligung möglich.

3.2 Es existiert ein Marketing-Controlling. (+ 1 Punkt)

 

Weitere Hinweise

Das Förderprogramm Digital Creativity ist insbesondere durch die Förderquote von bis zu 90 % der zuwendungsfähigen Kosten in Deutschland als Förderung zur Digitalisierung einmalig.

Der Autor empfiehlt aufgrund der Beliebtheit der Förderung eine zeitnahe Antragstellung in diesem Förderprogramm.

Die Unterlagencheckliste von Digital Creativity ist identisch zu der im Förderprogramm Digital Innovation (siehe hier).

Weiterführende Informationen finden Sie auf der Seite der Investitionsbank Sachsen-Anhalt zum Förderprogramm Digital Creativity.

 

 


 

 

16. Förderung Digitalisierung Schleswig-Holstein

 

Schleswig-Holstein hat kein eigenes Förderprogramm zur Digitalisierung. 

Unternehmen haben jedoch die Möglichkeit, go-digital in Anspruch zu nehmen. Zusätzlich können Sie sich einen Eindruck über die weiteren Förderpotentiale für Unternehmen unter Förderung in Schleswig-Holstein machen.

 

 


 

 

17. Digitalbonus Thüringen

 

Digitalbonus Thüringen

Wer profitiert vom Digitalbonus Thüringen?

Antragsberechtigt sind Unternehmen bis 250 Mitarbeiter aus gewerblicher und freiberuflicher Wirtschaft. Das geförderte Unternehmen muss den Sitz oder die Betriebsstätte im Land Thüringen vorweisen.

 

Maximaler Zuschussbetrag und Förderquote:

Die Höhe des Zuschusses beträgt bis zu 50% der zuwendungsfähigen Ausgaben, maximal jedoch 15.000 EUR.

Die Bagatellgrenze für die zuwendungsfähigen Ausgaben liegt bei 5.000 EUR. Demnach können keine Zuschussbeträge unterhalb von 2.500 EUR beim Digitalbonus Thüringen bewilligt werden.

 

Welche Themen werden beim Digitalbonus Thüringen gefördert?

Die Förderung erstreckt sich auf die folgenden Bereiche

  • Digitalisierung von Betriebsprozessen
  • Digitalisierung von Produkten und Dienstleistungen
  • Einführung oder Verbesserung von Informations- und Datensicherheitslösungen

Mitfinanziert werden Ausgaben für Hardware und Software einschließlich der Ausgaben für Leistungen externer Dienstleister zur Migration und Portierung von IT-Anwendungen und IT-Systemen.

 

Verfügbarkeit

Aktuell können Förderanträge im Programm Digitalbonus gestellt werden.

 

Weitere Hinweise

Das Vorhaben muss zu einem nicht unerheblichen Digitalisierungsfortschritt im Betriebsprozess bzw. Produkt- und Dienstleistungsportfolio oder der Informationssicherheit des Unternehmens führen. Weiterführende Informationen finden Sie auch auf der Website des Digitalbonus Thüringen.

Wenn Sie die Vogelperspektive auf Förderungen in Thüringen erhalten möchten, lohnt es sich auf Fördermittel in Thüringen vorbeizuschauen.

 

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