keyboard_arrow_down phone-call email

KMU-Definition

 

KMU-Definition

Die KMU-Definition der EU soll Klarheit schaffen, ob ein Unternehmen als KMU (kleine und mittlere Unternehmen) eingestuft werden kann oder nicht.

Mit der Erfüllung der KMU-Definition ergeben sich für viele Unternehmen deutliche und vielfältige Förderchancen, da die meisten Fördermittel in der Gewerbeförderung für KMU ausgelegt sind.

 

Die KMU-Definition der EU unterscheidet dabei grundsätzlich in drei Unternehmenskategorien:

1. Kleinstunternehmen

2. Kleinunternehmen

3. Mittlere Unternehmen

 

Tabellarisch lassen sich die Schwellenwerte zur KMU-Definition wie folgt zusammenfassen:

 

MitarbeiteranzahlUmsatz p.a.Bilanzsumme p.a.
Kleinstunternehmenbis 9bis 2 Mio. €bis 2 Mio. €
Kleinunternehmenbis 49bis 10 Mio. €bis 10 Mio. €
Mittleres Unternehmenbis 249bis 50 Mio. €bis 43 Mio. €

 

 

Für die meisten Förderungen ist nicht entscheidend, in welche der drei Kategorien ein Unternehmen fällt, sondern dass das Unternehmen in mindestens eine Kategorie eingeordnet werden kann.

Wenn ein Unternehmen die Kategorie „Mittlere Unternehmen” überschreitet, ist in den meisten Fälle die Förderung nicht mehr möglich. 

Es gibt einige Förderprogramme, die auch Unternehmen fördern, die bis zu 500 Mitarbeitern oder sogar mehr fördern, z.B. das Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand, die GRW-Förderrichtlinie oder auch KfW-Kredite.

Allerdings sind diese Förderprogramme deutlich rarer gesät als Förderungen für Unternehmen, die die KMU-Definition erfüllen.

 

eigenständig, verbunden oder Partner?

Die Einordnung für eigenständige Unternehmen ist dabei sehr einfach: Sie müssen sich nur die Zahlen aus Ihrem Unternehmen anschauen.

Bei Unternehmen, die zu mindestens 25 % von anderen Unternehmen gehalten werden, müssen auch die Zahlen des verbundenen Unternehmens oder Partnerunternehmens anteilig oder ganz mit in die Berechnung einfließen.

Sollte beispielsweise Siemens 100 % der Anteile an einem Start-Up halten, dann wäre dieses Start-Up laut KMU-Kriterium kein Start-Up, auch wenn es nur 5 Mitarbeiter hätte. 

Durch die 100 % Beteiligung von Siemens würden auch die Mitarbeiterzahlen, der Umsatz und Bilanzsumme voll in die Zahlen des Start-Ups einfließen. 

Das Thema um eigenständige Unternehmen, verbundenen Unternehmen und Partnerunternehmen ist zwangsläufig mit der Berechnung der KMU-Zahlen verbunden und wird zeitnah in einem separaten Blogbeitrag erläutert.

Schreiben Sie einen Kommentar

English English German German