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Zuschüsse

Was bedeuten Zuschüsse, wofür und an wen werden Zuschüsse vergeben?

Zuschüsse sind nicht rückzahlbare Fördergelder, die einen staatlichen Anreizeffekt für Investitionen darstellen.

Das bedeutet: Zuschüsse zu beantragen ohne Investitionen zu tätigen wird schwierig.

Der Vorteil von direkten Zuschüssen ist eine bessere Planbarkeit als Steuervergünstigungen für die staatliche Stelle.

Im aktuellen Subventionsbericht von Deutschland wurde daher in den subventionspolitischen Leitlinien verankert, dass Subventionen lieber als Zuschüsse und nicht als Steuervergünstigungen zukünftig konzipiert und vergeben werden sollen. 

Zuschüsse werden unter bestimmten Voraussetzungen vergeben an die Begünstigten. 

Diese können in Europa z.B. von Investitionsbanken der Länder, Bundesministerien oder anderen Förderstelle auf Landes-, Bundes- oder EU-Ebene verwaltet und vergeben werden.

Eine Förderquote von 100 % auf die zuwendungsfähigen Kosten wird nahezu ausschließlich nur Forschungseinrichtungen gewährt.

Der Teil der Investitionssumme, der nicht bezuschusst wird, ist daher vom Unternehmen als Eigenanteil aufzubringen. Dieser Eigenanteil sollte zu einem bestimmten Prozentsatz aus eigenen Mitteln kommen.

Ein gewisser Prozentsatz des Eigenanteils kann auch über z.B. Bankdarlehen finanziert werden.

Die Bestimmungen sind von Förderprogramm zu Förderprogramm unterschiedlich. 

Eine Förderung für eine Investition aus der Vergangenheit ist grundsätzlich nicht möglich. Hier gilt: Immer vor dem Beginn der Maßnahme den Antrag stellen.

Planungs- und Konzeptionsarbeiten gelten dabei nicht als Maßnahmebeginn und können förderunschädlich durchgeführt werden.

Die Hauptzielgruppe für Zuschüsse sind vorrangig Unternehmen bis 250 Mitarbeitern bzw. 50 Mio. EUR Jahresumsatz oder 43 Mio. EUR Bilanzsumme (EU KMU-Kriterium).

 

Inhaltsverzeichnis Zuschussthemen

1. Digitalisierung

2. Investitionen von überregional tätigen Unternehmen (GRW-Förderung)

3. Innovations- und Forschungsvorhaben (ZIM)

4. Existenzgründung

5. Weiterbildung 

6. Beteiligungen an jungen Unternehmen durch Investoren (INVEST)

 

 

1. Digitalisierung

Digitalisierungsvorhaben werden hauptsächlich für Unternehmen bis 100 Mitarbeiter durch das bundesweit verfügbare Zuschussprogramm “go-digital” gefördert.

Zudem hat mehr als die Hälfte der Bundesländer eigene Förderprogramme zur Digitalisierung. Förderfähige Themen sind z.B. Online-Marketing, IT-Sicherheit, Prozessdigitalisierung durch ERP / CRM / DMS oder Individualprogrammierungen.

Wenn es in dem Bundesland, welches Sie interessiert, ein Förderprogramm zur Digitalisierung gibt, hat foerderquelle es aufgeführt. Klicken Sie hierzu auf das betreffende Bundesland in der Deutschlandkarte auf der Startseite von foerderquelle.

Die Förderhöhen können sehr unterschiedlich von 5.000 EUR bis 600.000 EUR Zuschuss ausfallen.

Die Förderquoten der Landesförderprogramme zur Digitalisierung variieren zwischen 10 % und 90 %.

 

 

2. Investitionen von überregional tätigen Unternehmen

Nicht alle Regionen in Deutschland sind förderfähig.

Strukturschwache Regionen werden dabei grundsätzlich mehr gefördert als strukturstärkere.

Als Daumenregel: Alle neuen Bundesländer sind förderfähig.

Bis auf Baden-Württemberg werden auch Investitionen in den alten Bundesländer in unterschiedlichem Maße bezuschusst.

Unternehmen bekommen in diesen Regionen in der Regel 10 – 40 % der Investitionssumme für die Errichtung oder Erweiterung von Betriebsstätten als Zuschuss.

Darunter können z.B. die Anschaffung von Gebäuden, Maschinen und Anlagen oder auch die Einstellung von neuem Personal fallen.

Welche Regionen gefördert werden zu welchem Prozentsatz sehen Sie auf der Fördergebietskarte.

Dies und mehr über Investitionszuschüsse Sie in dem hier verlinkten Blogeintrag von foerderquelle.

 

 

3. Innovations- und Forschungsvorhaben

Innovations- und Forschungsvorhaben werden in der Phase der Forschung und in der Entwicklungsphase bezuschusst.

Die näher das Vorhaben bzw. Unternehmen an der Markteinführung des Produktes bzw. der Dienstleistung ist, umso geringer fällt in der Regel die Zuwendung aus.

Die Förderung kann zwischen 10 und 100 % der förderfähigen Kosten ausmachen. Eine Zuschussobergrenze kann, muss jedoch nicht seitens der Förderstelle vorgegeben werden.

Innovationsförderungen stellen in der Regel höhere Bedingungen an die Neuheit des Produkts oder der Dienstleistung.

Neben des Marktrisikos muss ein deutliches technisches bzw. technologisches Risiko bei der Entwicklung vorhanden sein.

Das Basis-Innovationsförderprogramm des Bundes ist das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM).

 

 

4. Existenzgründung

Die Gründungsförderung in Deutschland wird u.a. durch die Bezuschussung von externen Unternehmensberatern vor der Gründung realisiert.

Diese Förderprogramme werden auf Bundeslandebene verwaltet. Nicht alle Bundesländer haben ein Beratungsförderungsprogramm für Existenzgründer.

 

 

5. Weiterbildungsförderung

Weiterbildungsförderung wird auf Bundeslandebene organisiert.

Das bedeutet, dass einzelnen Bundesländer sich dazu entschließen können, ein Weiterbildungsförderungsprogramm anzubieten.

Die Bundesländer legen auch die Konditionen fest, zu denen gefördert wird. 

 

6. Beteiligungen an jungen innovativen Unternehmen durch Investoren

Über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) werden Zuschüsse an Investoren vergeben, die sich an innovativen Unternehmen beteiligen. 

Der Zuschuss beträgt pro Investor bis zu 20 % der Investitionssumme, maximal 100.000 EUR.

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